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Butterbräzel bis Buttermilch (Bd. 1, Sp. 1283 bis 1284)
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Artikelverweis Die Butterbräzel, plur. die -n, ein von Butterteige verfertigtes Gebäck in Gestalt einer Bräzel; Nieders. Butterkringel.
 
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Der Butterbrief, des -es, plur. die -e, in der Römischen Kirche eine Urkunde hoher oder niedriger Geistlichen, worin Erlaubniß ertheilet wird, in der Fasten Butter zu essen.
 
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Das Butterbrot, des -es, plur. die -e. 1) S. Adelung Butterbämme. 2) Ein Butterbrot werfen, ein Spiel der Kinder in Niedersachsen und Preußen, da sie Scherben oder platte Steine nach einem spitzigen Winkel auf die Oberfläche des Wassers werfen, so daß sie einige Mahl nach einander davon abspringen; in andern Nieders. Gegenden Püttchen smiten, in Bremen schirken, in Lübeck bleyern. Es war schon den Griechen bekannt, und unter den Lateinern hat es Minutius Felix beschrieben.
 
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Die Butterbrühe, plur. von mehrern Arten, die -n, in den Küchen, eine Brühe, in welcher die Butter der vornehmste Bestandtheil ist.
 
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Die Butterbüchse, plur. die -n, eine Büchse, oder ein ihr ähnliches Gefäß, in welches die Butter zum Verspeisen aufbehalten wird.
 
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Das Bútterfáß, des -sses, plur. die -fässer, in der Haushaltung ein hohes Faß, in welchem die Butter aus der Sahne geschieden wird; an einigen Orten ein Rührfaß, im Nieders. Karns, S. Adelung Buttern.
 
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Die Butterfliege, plur. die -n, eine besonders in Niedersachsen übliche Benennung der Schmetterlinge, besonders der großen weißen Art derselben, welche nach der Milch und Butter lüstern sind, daher sie auch Buttervögel, Molkendiebe, Molkenteller, Milchdiebe u. s. f. heißen. Holl. Bodervliege, Angels. Botturfleoge, Engl. Butterfly. Skinner glaubt, daß sie diesen Nahmen von dem feinen Staube an den Flügeln haben, welcher dem Gefühle so glatt und schmierig wie Butter vorkommt.
 
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Buttergebacken, adj. et adv. welches doch nur als ein Substantiv üblich ist. Das Buttergebackene, oder Buttergebackenes, Backwerk oder Kuchen, wozu der Teig mit heißer Butter angemacht, oder mit vieler Butter vermenget wird.

[Bd. 1, Sp. 1284]



 
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Die Butterhose, plur. die -n, eine Hose, d. i. ein kleines längliches enges Faß voller Butter, oder welches zur Aufbehaltung der Butter bestimmt ist. Daher Hosenbutter, welche in solchen Hosen aufbehalten worden. S. Adelung Hose.
 
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Das Butterkraut, des -es, plur. inus. eine Benennung des Fettkrautes oder der Schmerwurz, Pinguicula vulgaris, L. deren Blätter mit einem fettigen Wesen überzogen sind, welches die Milch sehr dick gerinnen macht. S. Adelung Fettkraut.
 
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Die Buttermilch, plur. car. diejenige säuerliche Milch, welche übrig bleibt, wenn die Butter aus der Sahne geschieden ist; Nieders. Bottermelk, Karnmelk, Karmelk, Holl. Botermelck, in Franken Schlägelmilch.

 

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