Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Butterampfer bis Bútterfáß (Bd. 1, Sp. 1282 bis 1283)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Butterampfer, S. Adelung Buchampfer.
 
Artikelverweis 
Die Butterbämme, plur. die -n, im gemeinen Leben, ein mit Butter bestrichenes Stück Brot; eine Butterschnitte, in Niedersachsen ein Butterbrot, an andern Orten eine Butterstolle. Weil eine solche Butterbämme im Franz. Bouteram, und im Holländ. Boteram heißt, so leiten Schilter und Menage das Deutsche von diesen her, allein in diesem ist die letzte Hälfte unstreitig unser Deutsches Rahm. S. dieses Wort. Frisch hat den wunderlichen Einfall, das Wort Bämme komme von bammen, dem Schalle einer Glocke her, und man habe eine Butterschnitte im Scherze mit einer Glocke verglichen. Durch solche Ableitungen kann man aus einem jeden Worte machen, was man nur will. Warum fiel ihm nicht das Griech. βαμμα ein, wovon schon Apulejus und Columella bambatus für intinctus haben.

[Bd. 1, Sp. 1283]


Vermuthlich stammet das Deutsche Bämme mit dem Griech. βαμμα aus einer gemeinschaftlichen ältern Quelle her. In Franken heißt eine Butterbämme eine Butterweiche, welches mit jenem einerley Bedeutung hat. S. auch Pomade.
 
Artikelverweis 
Die Butterbirn, plur. die -en, eine Art Birnen, welche so weich und saftig wie Butter sind, und im Munde beynahe von sich selbst zerfließen; im Oberdeutschen Schmalzbirn. Man hat zwey Arten derselben, die weiße und graue. Engl. the Pear beurre. Franz. Poire beurrée blanche und grise, kürzer Beurré blanc und Beurré gris, welche Nahmen auch im Deutschen üblich sind.
 
Artikelverweis 
Die Butterblume, plur. die -n, eine im gemeinen Leben übliche Benennung verschiedener gelber Blumen und deren Pflanzen, mit welchen man die Butter gelb zu färben pflegt, oder von welchen die Butter gelb werden soll, wenn die Kühe sie fressen. 1) Des Löwenzahnes, oder der Dotterblume; Leontodon Taraxacum, L. S. Adelung Dotterblume. 2) Eine Art des Hahnenfußes, welche in den Wäldern und an den Zäunen wächset; Ranunculus foliis radicalibus reniformibus, crenatis, incisis, caulinis, digitatis, linearibus, caule multifloro, L. 3) Der Caltha, L. welche gleichfalls Dotterblume genannt wird. S. dieses Wort. Alle diese Pflanzen werden um der angeführten Ursache willen auch Schmalzblumen genannt.
 
Artikelverweis 
Der Butterbohrer, des -s, plur. ut nom. sing. ein Bohrer, ein Faß mit Butter anzubohren, und etwas Butter zur Probe damit heraus zu hohlen.
 
Artikelverweis 
Die Butterbräzel, plur. die -n, ein von Butterteige verfertigtes Gebäck in Gestalt einer Bräzel; Nieders. Butterkringel.
 
Artikelverweis 
Der Butterbrief, des -es, plur. die -e, in der Römischen Kirche eine Urkunde hoher oder niedriger Geistlichen, worin Erlaubniß ertheilet wird, in der Fasten Butter zu essen.
 
Artikelverweis 
Das Butterbrot, des -es, plur. die -e. 1) S. Adelung Butterbämme. 2) Ein Butterbrot werfen, ein Spiel der Kinder in Niedersachsen und Preußen, da sie Scherben oder platte Steine nach einem spitzigen Winkel auf die Oberfläche des Wassers werfen, so daß sie einige Mahl nach einander davon abspringen; in andern Nieders. Gegenden Püttchen smiten, in Bremen schirken, in Lübeck bleyern. Es war schon den Griechen bekannt, und unter den Lateinern hat es Minutius Felix beschrieben.
 
Artikelverweis 
Die Butterbrühe, plur. von mehrern Arten, die -n, in den Küchen, eine Brühe, in welcher die Butter der vornehmste Bestandtheil ist.
 
Artikelverweis 
Die Butterbüchse, plur. die -n, eine Büchse, oder ein ihr ähnliches Gefäß, in welches die Butter zum Verspeisen aufbehalten wird.
 
Artikelverweis 
Das Bútterfáß, des -sses, plur. die -fässer, in der Haushaltung ein hohes Faß, in welchem die Butter aus der Sahne geschieden wird; an einigen Orten ein Rührfaß, im Nieders. Karns, S. Adelung Buttern.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: