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Būßlied bis Butt (Bd. 1, Sp. 1279 bis 1280)
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Artikelverweis Das Būßlied, des -es, plur. die -er, ein Lied für ein bußfertiges Gemüth, oder worin dasselbe seine Empfindungen der Reue ausdruckt.
 
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Die Būßprêdigt, plur. die -en, eine Predigt, in welcher die Sünder zur Buße ermahnet werden.
 
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Der Būßpsalm, des -es, plur. die -en, Psalmen, welche David bey und in seiner Buße aufsetzte, und deren an der Zahl sieben sind.

[Bd. 1, Sp. 1280]



 
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Das Būßstück, des -es, plur. die -e, bey den Hutmachern, ein Stück gefachten Hutzeuges, die dünnen oder fehlerhaften Stellen eines Hutes damit auszubessern; auch nur die Buße. Da dieses auf der linken Seite des Hutes geschiehet, so wird sie auch die Bußseite genannt.
 
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Der Būßtag, des -es, plur. die -e. 1) Ein zur Buße gegen Gott gewidmeter Tag, besonders ein solcher öffentlicher Tag. 2) In einigen Gegenden werden auch die Waldgerichte, in welchen die Waldverbrecher an Gelde gestrafet oder gebüßet werden, Bußtage, Straftage, Waldbußtage genannt.
 
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Der Bußtêxt, des -es, plur. die -e, ein Text, über welchen an einem öffentlichen Bußtage geprediget wird.
 
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Die Būßthräne, noch mehr aber im Plural die Bußthränen, Thränen eines bußfertigen Gemüthes.
 
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Die Bußübung, plur. die -en, in der Römischen Kirche, Übungen, wodurch man für seine und anderer Sünden büßet.
 
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Die Büste, plur. die -n, S. Adelung Brustbild.
 
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Der Butskopf, S. Adelung Butzkopf.
 
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* Butt, -er, -este, adj. et adv. ein eigentlich Niedersächsisches, im Hochdeutschen ungewöhnliches Wort. 1) Kurz und dick, ingleichen stumpf; daher man in den gemeinen Sprecharten auch das Verbum verbutten hat, unansehnlich klein bleiben. 2) Figürlich, grob, ungesittet. Ein butter Kerl, ein grober Gesell. Daher die Buttigkeit, Buttheit, Grobheit, Ungesittetheit.

 

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