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Bschel bis Búschhummel (Bd. 1, Sp. 1274)
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Artikelverweis Das Bschel, des -s, plur. ut nom. sing. das Diminutivum des Wortes Busch, in dessen dritten Bedeutung, ein kleiner Busch, obgleich man davon wieder ein neues Diminutivum das Büschelchen macht. Ein Büschel Rosen, Blumen, Haare, Federn, Stroh, u. s. f. Ein Büschel Flachs, wofür in den gemeinen Oberdeutschen Mundarten eine Büse, Bosse, Büsel, Büssel, und in Niedersachsen Both üblich ist. S. Adelung Bündel. Bey den neuern Kräuterkennern werden Büschel, oder Blumenbüschel, diejenigen Blumen genannt, wenn alle Blüthen Stängel von ungleicher Länge haben, und gerade in die Höhe stehen; Corymbus. In den Zinnhütten ist Büschel oder Püschel ein Schock zusammen gebundener ausgeschossener untauglicher Bleche, welche an die Röhrenmacher verkauft werden. In einigen Gegenden ist es männlichen Geschlechtes, der Büschel.
 
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Die Bschelêrbse, plur. die -n, eine Art Gartenerbsen, welche in Büscheln oder Trauben wachsen, und daher auch Traubenerbsen, Träubelerbsen, ingleichen Kronerbsen genannt werden.
 
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Die Bschelfohre, plur. die -n, eine Art dreyblätteriger Fohren, welche in Virginien angetroffen wird, deren Zapfen in dicken Büscheln beysammen sitzen; Pinus rigida, L. S. Adelung Fohre.
 
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Der Bschelkohl, des -es, plur. inus. eine Art Blätterkohles, auf dessen Blättern inwendig wieder kleine Blättchen oder krause Büschel wachsen; krauser Kohl, Buschkohl.
 
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Die Bschelkrankheit, plur. inus. eine Krankheit der Bienen, wenn sie im Sommer bey anhaltendem Regenwetter nicht ausfliegen können, da denn der auf den Kopf gefallene Blumenstaub Wurzeln schläget, und zu kleinen Büscheln wächset; die Hörnerkrankheit, daher man dergleichen Bienen auch Hörnler zu nennen pflegt.
 
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Die Bschelkunst, plur. die -künste, eine Art einer sehr einfachen Wasserkunst, da das Wasser durch mehrere an einer Kette befindliche Büschel in die Höhe gebracht wird.
 
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Die Búscheule, plur. die -n, eine Abart der gemeinen braunen oder grauen Eule, welche auch nur schlechthin Eule genannt wird.
 
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Der Búschfang, des -es, plur. inus. bey den Vogelstellern, der Fang der Vögel auf den Buschherden; der Strauchfang.
 
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Der Búschhrd, des -es, plur. die -e, bey eben denselben, ein Vogelherd, welcher mit grünen Büschen besteckt wird, damit sich die Vögel darauf setzen, und den Lockvögeln nachgehen können; ein Strauchherd.
 
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Das Búschholz, des -es, plur. die -hölzer. 1) Ein jedes Holz, oder holziges Gewächs, welches keinen hohen Stamm treibet, sondern in Büschen oder Sträuchen wächset, als ein Collectivum und ohne Plural; Unterholz, Unterwuchs, im Gegensatze des Stammholzes. Hier wächset nichts als Buschholz. In weiterer Bedeutung wird im Forstwesen auch zuweilen das Laubholz Buschholz genannt, im Gegensatze des Tangelholzes. 2) Ein mit solchem Buschholze bewachsener Platz, ein Gebüsch, oder Busch. Es befinden sich bey diesem Gute drey schöne Buschhölzer.
 
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Die Búschhummel, plur. die -n, eine Art Hummeln von mittlerer Größe, rauch und von gelblicher Farbe, welche sich in Gebüschen aufhält, Apis lucorum; zum Unterschiede von den Waldhummeln, Grashummeln und Mooshummeln.

 

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