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Bügelmêsser bis Bühel (Bd. 1, Sp. 1247 bis 1248)
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Artikelverweis Das Bügelmêsser, des -s, plur. ut nom. sing. der Nahme eines gewissen Bügeleisens bey den Peruckenmachern, welches die Gestalt eines stumpfen Messers hat.
 
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Bügeln, verb. reg. act. mit dem Bügeleisen glatt machen. So bügelt der Schneider das Tuch oder die Nähte eines Tuches. Die Wäscherinnen bügeln die krause, oder bogenweise verfertigte Wäsche, und in weiterer Bedeutung heißt zuweilen auch das Plätten der glatten Wäsche bügeln. Daher das Bügeltuch, bey

[Bd. 1, Sp. 1248]


den Schneidern und Wäscherinnen, welches bey dem Bügeln untergeleget wird.
 
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Der Bügelträger, des -s, plur. ut nom. sing. an den Sätteln, ein mit Leder überzogener Sattelknopf, woran man die Steigbügel hängt, um sie im Stürzen sogleich heraus heben zu können. Ingleichen die ledernen Riemen, womit man, wenn man abgesessen ist, die Steigbügel hinten an den Sattel befestiget.
 
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Buglahm, adj. et adv. lahm am Buge, an dem obern Gelenke des Vorder- oder Hinterfußes beschädiget, von den Thieren. Das Pferd ist buglahm. Ein buglahmes Thier. Daher die Buglähme, plur. car. der Zustand, da ein Thier buglahm ist.
 
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Der Buglieger, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Niedersächsischen Gegenden, ein kleines Schiff, welches zu einem größern gehöret, und neben dessen Buge lieget.
 
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Das Bugschwinden, des -s, plur. car. S. Adelung Bug.
 
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Bugsiren, verb. reg. act. in der Seefahrt, hinter sich herziehen. Ein Schiff in den Hafen bugsiren, es vermittelst eines oder mehrerer kleiner Schiffe in den Hafen ziehen. Einen todten Wallfisch an das Schiff bugsiren, ihn mit Chaluppen an das Schiff ziehen. Daher der Bugsiranker, ein Anker, mit welchem eine Chaluppe bey der einen Art des Bugsirens befestiget wird.
   Anm. In Niedersachsen lautet dieses Wort boogsern, im Holländ. boechseerden, im Dän. bogsern. Es stammet, seiner ausländischen Endung ungeachtet, dennoch von biegen ab; denn im Dänischen bedeutet bogse überhaupt lenken oder wenden. Für bugsiren ist in einigen Gegenden auch treilen, und im Franz. remorquer üblich.
 
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Das Bugspriet, des -es, plur. die -e, in der Schifffahrt, die Stange, welche vorn an dem Buge, oder dem Vordertheile des Schiffes hervorraget, und zwey Segel führet, welche die obere und untere Blinde genannt werden; im Nieders. Boogspret, im Dän. Bougsprid, im Engl. Bowsprit, Boltsprit, im Franz. Beaupré. Das Nieders. Spreet, und Holl. Spriet, bedeutet eine jede Stange, welche vorn eine Gabel hat; S. Adelung Spreitze.
 
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Die Bugstange, oder Bugstênge, plur. die -n, der Mastbaum, welcher auf das Bugspriet gesetzet wird, und auch die Blindstenge heißt, weil er die beyden Blinden führet.
 
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Das Bugstück, des -es, plur. die -e. 1) Auf den Schiffen, die vier ersten Stücke oder Kanonen, welche in dem Buge des Schiffes stehen. 2) Das abgehauene Schulterblatt eines Thieres. Das Bugstück von einem Rehe, von einem Hirsche u. s. f.
 
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* Der Bühel, des -s, plur. ut nom. sing. eine im Hochdeutschen veraltete Benennung eines Hügels. Im Oberdeutschen, wo sie noch üblich ist, lautet sie in einigen Gegenden auch Bichel, oder Pichel, bey dem Ottfried Buhil, bey dem Notker Buol, Puol, bey dem Willeram Buhel, im Theuerdanke Pühel. Für Bäule findet man im Oberdeutschen gleichfalls Bühel, und Notker gebraucht Puol von einem jeden Haufen. Es scheinet eine Ableitung von Buik, Buk, Bieg zu seyn, welches ehedem häufig in der Bedeutung eines Hügels oder Haufens vorkam, und dann würde es zu dem Zeitworte biegen gehören. Wenn man aber die Aspiration für nichts rechnen will, so könnte es sich auch von boll, rund, ableiten lassen. Im Nieders. ist Bult, Bulten, gleichfalls ein Hügel. Besonders bedeutet Bülte im Torfgraben einen runden Haufen Torf, der wie ein Bienenstock gewölbet ist, damit das Wasser ablaufe. Stellet dieser Haufe ein Viereck vor, so heißet er eine Klote.

 

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