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Bug bis Bügeln (Bd. 1, Sp. 1246 bis 1247)
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Artikelverweis Der Bug, des -es, plur. die Büge, überhaupt eine jede gebogene Fläche, und der Ort, wo ein Körper gebogen ist, oder sich bieget. So wird an den Thieren derjenige Theil, wo sich ein Wirbelknochen befindet, welcher Theil daher sehr biegsam ist, der Bug genannt. Der Vorderbug, der Hinterbug. Gemeiniglich verstehet man unter Bug den Vorderbug, oder das Schulterblatt, und in weiterer Bedeutung wohl den ganzen Vorderfuß. Dem Pferde schwindet der Bug, oder es hat das Bugschwinden,

[Bd. 1, Sp. 1247]


wenn demselben die obere Röhre des Vorderfußes schwindet. Auch an dem Menschen wird die Kniekehle zuweilen der Kniebug genannt. Im Schiffsbaue heißt der vordere Theil eines Schiffes, wo es sehr stark gebogen ist, gleichfalls der Bug.
   Anm. Im Nieders. lautet dieses Wort Boog, Bauge, Bau, im Angels. und Schwed. Bog, im Dän. Boug. Schon in Boxhorns Glossen ist Buac armus. Es stammet von biegen ab. Der Plural kommt nur selten vor.
 
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Die Bugader, plur. die -n, eine Ader oberhalb des Knies an dem Buge oder dem Schulterblatte eines Pferdes; die Kegelader.
 
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Der Buganker, des -s, plur. ut nom. sing. auf den Schiffen, der gewöhnliche Anker, dessen man sich in allen ordentlichen Fällen bedeutet, weil er an oder auf dem Buge oder Vordertheile des Schiffes aufbehalten wird.
 
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Das Bugband, des -es, plur. die -bänder, an den Schiffen, die gekrümmten Hölzer, welche die Bordirung vorn an dem Buge des Schiffes verbinden.
 
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Die Büge, plur. die -n, ein von Bretern oder Pfosten ausgeschnittener Bogen, welcher den Bogenstellungen und Bogengängen in den Gärten zum Gerippe dienet; bey den Mäurern die Bogenlehre. S. Adelung Biege.
 
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Der Bügel, des -s, plur. ut nom. sing. überhaupt ein jedes nach einem halben Zirkel gebogenes Holz oder Metall. Der Bügel an einem Degen, über einem Wagen, die Decke darüber zu spannen, an einem Schießgewehre, unter dem Schlosse, den Abzug zu bedecken u. s. f. Der Steigbügel, an dem Reitgeschirre. Krumm gebogene Reiser, dergleichen die Dohnen sind, heißen gleichfalls Bügel, welchen Nahmen in der Landwirthschaft in mehrern Fällen auch aus Weiden- oder anderm zähen Holze geflochtene Ringe bekommen. In der Seefahrt sind es Schleifen von Stricken und bey den Fleischern zwey vereinigte messingene Ringe, deren man sich bey dem Wurststopfen statt des Wursthornes bedienet. In der Baukunst ist der Bügel ein eisernes plattes Band, welches um einen Balken gelegt wird; und so in andern Fällen mehr.
   Anm. Bügel, Nieders. Bögel, Schwed. Bygel, ist von Bug abgeleitet, ein Ding, welches einen Bug hat, zu bezeichnen.
 
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Die Bügeldohne, plur. die -n, bey den Jägern, Dohnen, welche aus werdenen Bügeln bestehen; im Gegensatze der Bastdohnen, welche aus Bast verfertiget werden.
 
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Das Bügeleisen, des -s, plur. ut nom. sing. 1) Das starke, oben mit einem Bügel versehene Eisen der Schneider, die Büge oder Falten, und Nähte damit auszubügeln. Auch bey den Wäscherinnen ist es ein Eisen, welches warm gemacht wird, die bogenweise gekrümmte Wäsche damit zu plätten. Ja in einigen Gegenden wird ein jedes Platt- oder Plätteisen ein Bügeleisen genannt. S. Adelung Bügelmesser. 2) Eine Art Hufeisen mit einem Bügel, wodurch ungeschickte Schmiede buglahme Pferde heilen wollen.
 
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Das Bügelgarn, des -es, plur. die -e, im Vogelfange, ein Garn oder Netz, welches über hölzenen Bügeln zusammen gezogen wird; das Bügelnetz.
 
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Das Bügelmêsser, des -s, plur. ut nom. sing. der Nahme eines gewissen Bügeleisens bey den Peruckenmachern, welches die Gestalt eines stumpfen Messers hat.
 
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Bügeln, verb. reg. act. mit dem Bügeleisen glatt machen. So bügelt der Schneider das Tuch oder die Nähte eines Tuches. Die Wäscherinnen bügeln die krause, oder bogenweise verfertigte Wäsche, und in weiterer Bedeutung heißt zuweilen auch das Plätten der glatten Wäsche bügeln. Daher das Bügeltuch, bey

[Bd. 1, Sp. 1248]


den Schneidern und Wäscherinnen, welches bey dem Bügeln untergeleget wird.

 

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