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Martins-Abend bis März (Bd. 3, Sp. 88 bis 89)
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Artikelverweis Der Martins-Abend, des -es, plur. die -e, der Abend vor dem Martins-Tage, an welchem man von alten Zeiten her allerley Lustbarkeiten anzustellen pflegt. S. das folgende.
 
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Die Martins-Gans, plur. die -Gänse. 1) Eine Zinsgans, welche in einigen Gegenden am Martins-Tage dem Grundherren zur Erkenntniß seines Grundeigenthumes gegeben werden muß. 2) Eine gebratene Gans, welche man am Martins-Abende, oder doch um die Zeit des Martins-Tages mit guten Freunden unter allerley Lustbarkeiten zu verzehren pflegt. Figürlich auch wohl der Martins-Schmaus, oder derjenige Schmaus, von welchem diese Gans ein Theil ist, die Martins-Gans genannt. So fern bey einigen Handwerkern um diese Zeit die Gesellen anfangen, bey Lichte zu arbeiten, wird sie bey ihnen auch die Lichtgans genannt. Die Gewohnheit, um diese Zeit gebratene Gänse mit allerley Feyerlichkeiten zu essen, ist sehr alt; vielleicht ist sie bloß in dem Umstande gegründet, weil sie um diese Zeit am besten sind, und die Mährchen, welche man von dem Verkehr des heil. Martini mit den Gänsen erzählet, sind vermuthlich erst zum Behufe dieser Gewohnheit erdacht worden.
 
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Das Martins-Horn, des -es, plur. die -Hörner, ein Buttergebackenes in Gestalt eines Hornes, welches man an einigen Orten um die Zeit des Martins-Tages zu backen pfleget.
 
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Das Martins-Korn, des -es, plur. inus. ein Nahme, welchen man an einigen Orten dem so genannten Mutterkorne zu geben pfleget, und welcher seinen Ursprung vermuthlich auch einem Mährchen von dem heil. Martin zu danken hat.
 
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Der Martins-Mann, des -es, plur. die -Männer, im Mecklenburgischen, derjenige Lübeckische Rathsdiener, welcher alle Jahre auf Martini eine gewisse Quantität Wein in die herzogliche Küche zu Schwerin liefern muß; welche Gewohnheit die Mecklenburger für ein Andenken der ehemahligen Lehensherrlichkeit über Lübeck, die Lübecker aber für eine bloße Erkenntlichkeit wegen ihrer Zollfreyheit im Lübeckischen ausgeben. Siehe J. G. Marks Geschichte vom Martini-Abend und Martins-Manne, Hamb. 1772, in 8.
 
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Der Mártins-Schóß, des -sses, plur. die -sses, eine Art des Schosses in der Mark Brandenburg, welchen die Städte von

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ihren ansässigen Bürgern um Martini einnehmen, und solchen zu den Landesschulden oder auch zu ihrem Behufe anwenden.
 
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Der Martins-Tag, des -es, plur. die -e, der 11te Nov. als an welchem Tage das Andenken des heil. Martini in der Römischen Kirche gefeyert wird, S. Adelung Martin.
 
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Martsch, Martschen, S. Adelung Matsch und Matschen.
 
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Der Märtyrer, S. Adelung Märterer.
 
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Die Marunke, plur. die -n, im gemeinen Leben, 1) eine Art kleiner gelber Aprikosen, welche auch Marellen heißen, Böhmisch Merunky, welche Nahmen vermuthlich aus Malus Armeniaca verderbt sind, S. Adelung Marelle 2. 2) Eine Art großer runder und süßer Pflaumen, von welchen es so wohl gelbe als rothe gibt, welche noch größer sind, als die Roßpflaumen und auch Maronken und Malonken genannt werden. S. Marone.
 
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Der März, des -es, plur. die -e, aus dem Lat. Martius, der dritte Monath im Jahre, welcher 31 Tage hat, und mit welchem sich der Winker endiget, daher Carl der Große ihm den Nahmen Lengizin manoth, Lenzmonath, gab, welchen er im Deutschen auch noch zuweilen hat, obgleich der Römische dadurch nicht verdränget werden können; der Märzmonath. In Westphalen wird er mit der im Nieders. nicht seltenen Ausstoßung des r, Massen genannt. In einigen Gegenden hat er in der zweyten Endung des Märzen u. s. f. Daher man auch im Hochdeutschen oft im Märzen für im Märze höret.

 

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