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Marschalls-Stab bis Marsrand (Bd. 3, Sp. 85 bis 86)
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Artikelverweis Der Marschalls-Stab, des -es, plur. die -Stäbe, derjenige Stab, welcher das symbolische Ehrenzeichen der Marschalls-Würde ist.
 
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Der Mársch-Commissārius, des -rii, plur. die -rii, oder die -rien, in einigen Ländern, besondere obrigkeitliche Beamten in den Provinzen oder Kreisen, welche den Durch-Marsch der Truppen durch den ihnen angewiesenen Bezirk besorgen, ihnen die nöthigen Quartiere anweisen u. s. f.
 
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Marschfêrtig, adj. et adv. im Kriegswesen, fertig zum Marsche. Sich marschfertig halten. S. 2. Marsch.
 
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Die Marschhufe, plur. die -n, in dem südlichen Ober-Sachsen, eine Hufe und in weiterer Bedeutung ein jedes Grundstück, deren oder dessen Besitzer verpflichtet ist, bey dem Marsche der Truppen Einquartirung einzunehmen.
 
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Marschiren, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte seyn, welches aus dem Franz. marcher, in dem Deutschen Kriegswesen üblich geworden. Es bedeutet, 1) gehen, wo es nur von dem kunstmäßigen Ganze der Soldaten, im gemeinen Leben aber auch für gehen, besonders stark gehen, überhaupt gebraucht wird. Daher aufmarschiren, abmarschiren. 2) Reisen, wo es so wohl

[Bd. 3, Sp. 86]


von dem Fußvolke, als von der Reiterey gebraucht wird. Auf einen Ort zu marschiren. Das Regiment ist fünf Meilen in einem Tage marschiret. Die Armee ist nach Pohlen marschiret. Daher abmarschiren, ausmarschiren, durchmarschiren, einmarschiren. Man gebraucht es auch von Kriegsschiffen, wenn sie in Schlachtordnung hinter einander fortrücken. 3) Aufbrechen. Die Armee wird morgen marschiren.
 
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Die Marschkrankheit, plur. doch nur von mehrern Arten, die -en, eine hitzige, gefährliche Krankheit, welcher die Einwohner der Niederdeutschen Marschländer, besonders aber die fremden Arbeiter unter denselben im Herbste ausgesetzt sind, und welche sie durch einen langsamen Tod dahin reißt, oder sie doch auf immer kränklich macht. Sie wird auch die Ernteseuche, ingleichen das Stoppelfieber, weil sie sich gleich nach oder noch in der Ernte einzustellen pflegt. S. 1. Marsch.
 
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Das Marschland, des -es, plur. die -länder, in den Niederdeutschen Provinzen, ein niedriges, morastiges an dem Meere oder großen Flüssen gelegenes Land, die Marsch; im Gegensatze des höhern Geestlandes. Daher der Marschländer, der Einwohner einer solchen Gegend, welcher im gemeinen Leben auch wohl ein Marscher oder Märscher genannt wird. Siehe 1. Marsch.
 
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Die Marschlinie, plur. die -n, in dem Seekriege, diejenige Linie, nach welcher die Schiffe einer Flotte zwar nach dem Striche nahe am Winde gestellet sind, aber nicht so, sondern Rückenwinde fahren.
 
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Die Marséille-Naht, plur. inus. eine Naht, d. i. Art der Nähterey, welche zu Marseille in Provence erfunden worden, und darin bestehet, daß man die Figuren mit lauter Steppstichen unnähet, und sie sodann mit weißem gedoppelten Garne unterziehet, daß sie sich erheben.
 
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Der Márs-Fanāl, des -es, plur. die -e, in der Seefahrt, ein Fanal, d. i. eine Laterne, welche das vorderste Schiff einer Flotte auf der großen Marsstange führet und den andern Schiffen bey der Nacht damit vorleuchtzet; die Marslaterne. S. 2. Mars. Aus dem Französischen Fanal, eine Schiffslaterne.
 
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Der Marsrand, des -es, plur. die -ränder, S. 2. Mars.

 

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