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Marktzeichen bis Marmorband (Bd. 3, Sp. 81 bis 82)
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Artikelverweis Das Marktzeichen, des -s, plur. ut nom. sing. S. eben dasselbe.
 
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Der Marktzoll, des -es, plur. die -zölle, der Zoll von den auf einen öffentlichen Markt gebrachten Waaren.
 
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Die Markung, plur. die -en, ein sehr häufig für Mark, ein Gränzzeichen und die Gränze selbst, übliches Wort. Die Feldmarkung, Holzmarkung, Dorfmarkung u. s. f. Auch die Mark, d. i. der in seinen Gränzen eingeschlossene Bezirk eines Ortes, ist hin und wieder unter diesem Nahmen bekannt. Daher das Markungsbuch, ein obrigkeitliches Buch, worin die in einer Mark gelegenen Grundstücke nach ihren Gränzen und andern Umständen beschrieben werden, und welches auch das Flur- oder Lagerbuch heißt; der Markungsstein, der Gränzstein u. s. f. Es ist nicht das Verbale von marken, sondern vielmehr vermittelst der Ableitungssylbe -ing gebildet, die Markung für Marking, S. -Ung und 3. Mark 1. 2).
 
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Die Markweide, plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme des Bohnenbaumes, Cytisus Laburnum L. welcher ein braunes schönes festes Holz hat, und in Niedersachsen am Sollinge häufig wächset.
 
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Der Markzieher, des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug, das Mark damit aus den Knochen zu ziehen.
 
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Der Marmel, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. S. Adelung Marmor.
 
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Die Marmelade, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, aus dem Portugiesischen und Italiänischen Marmellada, in den Apotheken und bey den Zuckerbäckern, ein mit Zucker zu einer Gallerte eingekochter Saft mancher Früchte.
   Last der Welt die schnöden Fladen,
   Hier sind süße Marmeladen,
   Gryph. Das Portug. wird von dem Lat. Melimela, welches für Melimelata stehen soll, angeleitet.
 
Artikelverweis Der
Mármor, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. ein seiner Kalkstein, welcher wegen seines festen Gewebes eine gute Politur annimmt, in horizontalen Bänken bricht, und von sehr vielfacher Art ist. Man hat weißen, gelben, schwarzen u. s. f. einfärbigen Marmor, und Marmor, wo mehrere Farben in Gestalt der Adern, Streifen, in einander

[Bd. 3, Sp. 82]


fließenden Flecke u. s. f. vorkommen. Muschelmarmor, welcher versteinte Muscheln und Schalthiere enthält. Eine Schrift in Marmor graben. Den Fußboden mit Marmor belegen. In Marmor arbeiten. Die Alten pflegten oft eine jede Steinart, welche in großen Stücken bricht und eine Politur annimmt, Marmor zu nennen.
   Anm. Im Ital. Marmo, und dieses, so wie das Deutsche, aus dem Griech. und Lat. Marmor, woraus die Franzosen ihr Marbre und Marble gemacht haben. Im gemeinen Leben lautet dieses Wort häufig Marmel, in welcher Gestalt es auch in der Deutschen Bibel vorkommt.
 
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Die Marmorarbeit, plur. die -en, aus Marmor oder auch nach Art des Marmors verfertigte Dinge.
 
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Die Mármorārt, plur. die -en, eine besondere Art des Marmors. Am häufigsten gebraucht man es in der mehrern Zahl statt des Plurals des vorigen Wortes. Ausländische Marmorarten. Auf Marmorart, nach Art des Marmors. Daher marmorartig, dem Marmor ähnlich, besonders in Ansehung der Adern und Farbenmischung.
 
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Der Marmorband, des -es, plur. die -bände, S. Adelung Marmoriren.

 

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