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Marktschêffel bis Markung (Bd. 3, Sp. 80 bis 81)
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Artikelverweis Der Marktschêffel, des -s, plur. ut nom. sing. ein von der Obrigkeit bestimmter und geeichter Scheffel, so wie er im Verkaufe auf öffentlichen Märkten üblich ist.
 
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Das Marktschiff, des -es, plur. die -e, auf den Flüssen, Schiffe, welche zu gewissen Zeiten von einer Stadt zur andern

[Bd. 3, Sp. 81]


fahren, besonders wenn solches zum Behufe der Wochenmärkte geschiehet.
 
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Der Marktschreyer, des -s, plur. ut nom. sing. ein Mensch, welcher seine Geschicklichkeiten, besonders aber seine Erfahrenheit in der Arzeney- und Heilkunst, auf öffentlichen Jahrmärkten ausschreyet; der Charlatan, ehedem der Marktrufer. Figürlich auch eine Person, welche ihre oder anderer Erdichtete Vorzüge auf eine unanständig übertriebene Art erhebet; besonders wenn solches aus Eigennutz geschiehet. In beyden Fällen sind auch die abgeleiteten üblich, die Marktschreyerey, plur. die -en, das Betragen eines Marktschreyes, die übertriebene Erhebung der erdichteten Vorzüge einer Person oder Sache, marktschreyerisch, einem solchen Betragen ähnlich, darin gegründet.
 
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Der Marktstand, des -es, plur. die -stände, der Stand, oder die Stelle, welche der Verkäufer auf dem Markte hat.
 
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Die Marktstreitigkeit, plur. die -en, eine Streitigkeit, welche auf öffentlichem Jahr- oder Wochenmarkte unter den Marktleuten entstehet.
 
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Der Markttag, des -es, plur. die -e, derjenige Tag, an welchem ein öffentlicher Markt gehalten wird; besonders der Tag eines Wochenmarktes.
 
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Der Márktvōgt, des -es, plur. die -vögte, S. Adelung Marktmeister.
 
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Der Márktwísch, des -es, plur. die -e, S. Adelung Marktfahne.
 
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Das Marktzeichen, des -s, plur. ut nom. sing. S. eben dasselbe.
 
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Der Marktzoll, des -es, plur. die -zölle, der Zoll von den auf einen öffentlichen Markt gebrachten Waaren.
 
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Die Markung, plur. die -en, ein sehr häufig für Mark, ein Gränzzeichen und die Gränze selbst, übliches Wort. Die Feldmarkung, Holzmarkung, Dorfmarkung u. s. f. Auch die Mark, d. i. der in seinen Gränzen eingeschlossene Bezirk eines Ortes, ist hin und wieder unter diesem Nahmen bekannt. Daher das Markungsbuch, ein obrigkeitliches Buch, worin die in einer Mark gelegenen Grundstücke nach ihren Gränzen und andern Umständen beschrieben werden, und welches auch das Flur- oder Lagerbuch heißt; der Markungsstein, der Gränzstein u. s. f. Es ist nicht das Verbale von marken, sondern vielmehr vermittelst der Ableitungssylbe -ing gebildet, die Markung für Marking, S. -Ung und 3. Mark 1. 2).

 

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