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Markicht bis Marksbein (Bd. 3, Sp. 77)
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Artikelverweis  Markicht, -er, -ste, adj. et adv. dem Marke, d. i. der öhligen Fettigkeit in den Höhlen der Knochen, ähnlich.
 
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Markig, -er, -ste, adj. et adv. Mark enthaltend. Siehe 2. Mark. Markiges Holz. Figürlich ist in den bildenden und schönen Künsten markig dem Harten und Trocknen entgegen gesetzet. Das Markige in der Zeichnung schließt das Fließende in den Umrissen und das Sanfte in den Strichen ein. Ein markiges Colorit, in welchem die Haltung gehörig beobachtet ist. Ein markiger Pinsel, welcher die Farben wohl in einander vertreibt.
 
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Das Markkoth, des -es, plur. die -e, eine im Osnabrückischen übliche Art der Kothe, deren Besitzer Markköther genannt und den Erbköthern entgegen gesetzt werden. Ein Erbköther gibt zu den gemeinen Abgaben den vierten Theil von dem was ein volles Erbe gibt, ein Markköther aber nur den achten. Es bezeichnet einen Köther, der die Markgerechtsamen auf seinem Hause hergebracht, oder ehedem Theil an einer Holzmark gehabt hat. Ein solches Koth wird daselbst auch Winn genannt. Siehe J. F. A. Lodtmann de Jure Holzgraviali S. 21 und 3. Mark. 2. 1).
 
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Die Marklosung, plur. inus. ein nur in einigen Gegenden übliches Wort. 1) In einigen ist es dasjenige, was man an Kohlen, Eyerschalen u. s. f. unter die Mark- und Gränzsteine legt, und auch das Loszeichen nennet, S. Lesung. 2) In andern ist es eine Art des Näherrechtes, Kraft dessen nichts aus der Mark eines Ortes an einen Fremden verkauft werden darf, oder, wenn es geschehen, wieder zurück gelöset werden kann; wo es auch die Marklösung, ingleichen das Gespielderecht heißt.
 
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Der Markolf, des -es, plur. die -e, im gemeinen Leben einiger Gegenden, ein Nahme des Holzhähers, als eine Nachahmung des ihm eigenthümlichen Geschreyes.
 
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Die Markordnung, plur. die -en, eine obrigkeitliche Verordnung in Sachen, welche die Feld- oder Dorfmark, besonders aber, welche die Holzmark betreffen. S. 3. Mark 2. 1).
 
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Der Markpfahl, des -es, plur. die -pfähle, ein Gränzpfahl, S. 3. Mark 1. 2).
 
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Das Markrêcht, des -es, plur. die -e, das Recht der Theilhabung an einer Holzmark; ingleichen dasjenige, was in Sachen, welche die Holzmark betreffen, Rechtens ist. Siehe 3. Mark 2. 1).
 
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Der Markrichter, des -s, plur. ut nom. sing. der Richter in einer Feld- und Dorfmark, besonders aber in einer Holzmark, welcher auch der Holzgraf genannt wird.
 
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Die Markrispel, plur. die -n, der Oberdeutsche Nahme der Deutschen Tamariske, Tamarix Germanica L. welche in Tyrol und den südlichen Provinzen Deutschlandes einheimisch ist.
 
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Das Marksbein, des -es, plur. die -e, S. Adelung Marksknochen.

 

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