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Marien-Glas bis Marīne (Bd. 3, Sp. 71 bis 72)
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Artikelverweis Das Marien-Glas, des -es, plur. inus. S. Adelung Frauenglas.
 
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Das Marien-Gras, des -es, plur. inus. ein Nahme des weißen Klees, oder Holländer-Klees; im Österreichischen das Marien-Gräsel.
 
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Der Marīen-Gróschen, des -s, plur. ut nom. sing. eine in Niedersachsen und am Niederrheine übliche silberne Scheidemünze, welche mit dem Marien-Bilde gezeichnet ist, und acht gute Pfennige gilt. Sie wird auch ein Batzen, und wo der Batzen 16 Pf. gilt, ein halber Batzen genannt.
 
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Der Marien-Käfer, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Käfer mit abgestutzten Fühlhörnern, deren Körper einer durchsichtigen Kugel gleicht; Coccinella L. Sie wohnen auf den Baumblättern und Blumen, sind von verschiedener gemeiniglich aber rothen Farbe, daher auch die Scharlachwürmer oft mit ihnen verfälscht werden. Im gemeinen Leben, das Marien-Huhn, unsers Herren Huhn, das Repphuhn, bey einigen der Sonnenkäfer.
 
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Der Marien-Mantel, des -s, plur. inus. 1) In einigen Gegenden, ein Nahme des Sinnaues; Alchemilla L. S. Adelung Sinnau. 2) Das Aphanes L. wird an einigen Orten Marien-Mäntelchen und Frauenmäntelchen genannt. So wie an noch andern 3) auch das Mutterkraut den Nahmen des Marien-Mantels führet, S. Mutterkraut.

[Bd. 3, Sp. 72]



 
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Die Marien-Münze, plur. inus. S. Adelung Frauenmünze.
 
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Die Marien-Rose, plur. die -n, Diminut. das Marien-Röslein, plur. inus. 1) In einigen Gegenden, ein Nahme der Maßlieben, besonders der gefüllten Art, welche man in den Gärten hat; Bellis L. die Marienblume. S. Maßlieben. 2) In andern ist die Päonie unter dem Nahmen der Marien-Rose bekannt; so wie 3) in andern die Hagerose oder gemeine wilde Rose; Rosa canina L. und 4) die Weinrose, S. dieses Wort.
 
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Der Marien-Schuh, des -es, plur. die -e, der Nahme einer bey uns wild wachsenden Pflanze, welche andere den Venus-Schuh, den Marien-Pantoffel, Pfaffenschuh nennen; Cypripedium L. vermuthlich wegen des bauchig aufgeblasenen hohlen Honigbehältnisses der Blume.
 
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Der Marien-Tag, des -es, plur. die -e, ein Festtag der Jungfrau Mariä, das Marien-Fest.
 
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Die Marille, plur. die -n, eine Art so wohl Kirschen, als auch Aprikosen, S. Adelung Amarelle.
 
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Die Marīne, plur. inus. ein aus dem Französischen Marine entlehntes Wort, die Seemacht eines Staates und alles was dazu gehöret, das Seewesen. Daher das Marinen-Geld, ein ehedem im Brandenburgischen übliches Geld, welches ein jeder, welcher ein Civil-Amt bekam, zum Behufe des Seewesens bezahlen mußte, und welches gemeiniglich den Gehalt eines halben Jahres betrug.

 

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