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Mannsschneider bis Mannthier (Bd. 3, Sp. 65 bis 66)
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Artikelverweis Der Mannsschneider, des -s, plur. ut nom. sing. ein Schneider, welcher nur allein männliche Kleider macht, ein männlicher

[Bd. 3, Sp. 66]


Schneider; zum Unterschiede von einem Frauenschneider oder Weibsschneider.
 
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Der Mánnsschūster, des -s, plur. ut nom. sing. ein Schuster, welcher nur männliche Schuhe verfertiget, ein männlicher Schuster; zum Unterschiede von einem Frauenschuster.
 
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Der Mannsstamm, des -es, plur. die -stämme, der männliche Stamm in der Geschlechtsfolge; zum Unterschiede von dem Weiberstamme oder weiblichen Stamme.
 
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Mannstief, adj. et adv. S. Mannslänge.
 
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Die Mannstreu, plur. inus. eine Pflanze; Eryngium L. Besonders diejenige Art, welche an den ungebaueten Orten Deutschlandes wild wächset; Eryngium campestre L. Brachendistel, Brakendistel, Laufdistel, Walzdistel, Krausedistel, Walddistel, Hundertkopf, Hunderthaupt, Wahlendistel, Mordwurz, Grundwurz, Valent-Distel, (vielleicht Falant-Distel,) Ohrengel, Raddistel. Den Nahmen Mannstreu hat sie vermuthlich wegen ihrer heilenden Kräfte erhalten. Die bläuliche Mannstreu, welche an dem sandigen Meerstrande wächset, Eryngium maritimum L. wird auch Meermannstreu, ingleichen blaue Meerwurzel genannt.
 
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Die Mannsucht, plur. car. die Sucht, d. i. anhaltende, heftige und ungeordnete Begierde einer Person weiblichen Geschlechtes nach einer Person männlichen Geschlechtes, welche, wenn sie in eine Art von Tollheit ausartet, die Manntollheit, Liebeswuth genannt wird.
 
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Mannsüchtig, -er, -ste, adj. et adv. mit der Mannsucht behaftet, darin gegründet. Im höchsten Grade mannsüchtig ist manntoll.
 
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Das Mannsvolk, des -es, plur. car. S. Adelung Mannsleute.
 
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Die Mannszucht, plur. car. die Zucht, d. i. Handhabung der Ordnung unter dienstpflichtigen Personen, besonders männlichen Geschlechtes; von Mann, ein Dienstmann geringerer Art. Es wird am häufigsten von der Handhabung guter Ordnung unter den Soldaten gebraucht. Gute, schlechte Mannszucht halten; in welcher Bedeutung das Wort Manzuht schon in dem alten Fragmente auf den Feldzug Carls des Großen bey dem Schilter vorkommt.
 
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Der Manntheil, des -es, plur. die -e, in einigen Niedersächsischen Gegenden, der Theil, welcher jedem Manne, d. i. Eingesessenen des Dorfes, bey jährlicher Theilung des gemeinschaftlichen Heulandes durch das Loos zufällt.
 
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Das Mannthier, des -es, plur. die -e, ein Nahme, welchen in dem Froschmäusler und den nachfolgenden Fabeldichtern der Mensch bey den Thieren führet.
   Ja, schnattert jene (die Gans) drauf, wenn doch das Mannthier nur
   Einst unsre Tugenden erriethe,
   Haged.

 

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