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Mannsschild bis Mannsperson (Bd. 3, Sp. 65)
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Artikelverweis Der Mannsschild, des -es, plur. inus. eine Pflanze, wovon die eine Art in Österreich, andere Arten aber auf den Alpen einheimisch sind; Androsace L. Mannsharnisch, Nabelkraut.
 
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† Das Mannsen, des -s, plur. ut nom. sing. ein nur in den niedrigen Sprecharten einiger Gegenden, besonders Meißens, übliches Wort, ein Mannsbild, eine Mannsperson; im Gegensatze eines Weibsens. Stosch hält es irrig für einen besondern Plural von Mann, indem es vermittelst der Ableitungssylbe -sen von diesem Worte gebildet ist, S. -Sen. Ob das Kind ein Mannsen oder Weibsen seyn werde, Based.
 
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Die Mannsfahrt, plur. die -en, im Bergbaue einiger Gegenden, die Fahrt auf Leitern in einen Schacht, die Handfahrt; zum Unterschiede von der Fahrt in Tonnen.
 
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Das Mannskleid, des -es, plur. die -er, ein Kleid für eine Person männlichen Geschlechtes, ein männliches Kleid; im Gegensatze eines Frauenskleides.
 
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Die Mannskleidung, plur. doch nur von mehrern Arten, die -en, die männliche Kleidung; in der Deutschen Bibel 5 Mos. 22, 5 mit einem jetzt ungewöhnlichen Worte Mannsgeräthe.
 
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Das Mánnsklōster, des -s, plur. die -klȫster, ein Mönchskloster; zum Unterschiede von einem Frauen- oder Nonnenkloster.
 
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Die Mannslange, plur. die -n, die Länge eines gewöhnlichen Mannes, d. i. drey Ellen, oder eine Klafter. Die Grube war vier Mannslängen tief. Auf ähnliche Art gebraucht man im gemeinen Leben auch die Bey- und Nebenwörter mannshoch, mannstief, mannsdick.
 
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Die Mannsleute, sing. inus. mehrere Personen männlichen Geschlechtes, als ein Collectivum, doch nur von geringern Personen, in der harten und niedrigen Sprechart, das Mannsvolk, in etwas gelinderm Verstande Männervolk; alles im Gegensatze der Frauensleute oder Weibsleute, des Frauenvolkes oder Weibsvolkes.
 
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Die Mannsmahd, plur. die -en, im gemeinen Leben einiger Gegenden, besonders Oberdeutschlandes, so viel Land, als ein Mann in einem Tage abmähen kann, wo es besonders als ein bestimmtes Maß der Wiesen gebraucht wird, welches auch ein Tagewerk genannt wird, und mit einem Morgen überein kommt. S. Adelung Mahd und Mannwerk.
 
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Der Mannsnahme, des -ns, plur. die -n, ein männlicher Nahme, ein eigenthümlicher Nahme der Personen männlichen Geschlechtes; zum Unterschiede von einem Frauensnahmen oder weiblichen Nahmen.
 
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Die Mannsperson, plur. die -en, eine Person männlichen Geschlechtes, in der anständigen Sprechart, so wie man von geringen Personen und im gemeinen Leben das Wort Mannsbild, von vornehmern aber das Wort Herr, von allen aber in der anständigen Sprechart auch wohl den umschreibenden Ausdruck eine Person männlichen Geschlechtes gebraucht. S. auch Mannsen, Mannsbild und Mannsleute.

 

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