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Manna-Birn bis Männermörderinn (Bd. 3, Sp. 59 bis 60)
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Artikelverweis Die Manna-Birn, plur. die -en, eine der schönsten Birnarten, welche bauchig, grün und saftig ist, und im Winter reift. Franz. Poire de Manna.
 
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Das Manna-Gras, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -gräser, diejenigen Grasarten, deren eßbarer Same unter dem Nahmen des Manna bekannt ist, dahin die Bluthirse, Panicum sanguinale L. noch mehr aber der Mannaschwingel, das Schwadengras oder Äntengras, Festuca fluitans L. gehören, von welchem in Pohlen, Preußen und der Mark der Same unter dem Nahmen des Manna oder Schwaden gesammelt wird, der, nachdem er gestampft worden, auch wohl Mannagrütze heißt.
 
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Die Manna-Grütze, plur. inus. S. das vorige.
 
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Der Manna-Schwingel, des -s, plur. inus. siehe eben daselbst.
 
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Mannbar, -er, -ste, adj. et adv. 1) * Von Mann, ein tapferer Mann, oder auch ein Dienstmann höherer Art, ein Vasall, war dieses Wort ehedem so viel als mannfest, mannhaft, und, so wie dieses, ein Ehrentitel rittermäßiger männlicher, und hernach aller adeligen männlichen Personen; auf welche Art es aber veraltet ist. 2) Von Mann, Ehemann, ist mannbar fähig zu heirathen, dem Alter nach, wo es besonders von dem andern Geschlechte gebraucht wird. Eine mannbare Jungfer. Das mannbare Alter. Mannbar werden. Schwed. manbar, Dän. mandbar, bey dem Hornegk mynneper, als wenn es von Minne, Liebe, abstammete.

[Bd. 3, Sp. 60]



 
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Die Mannbarkeit, plur. inus. in der letzten Bedeutung des vorigen Wortes, die Eigenschaft, da eine Person des andern Geschlechtes mannbar ist.
 
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Das Mánnbūch, des -es, plur. die -bǖcher, ein größten Theils veraltetes, nur noch in einigen Gegenden übliches Wort, ein Lehenbuch zu bezeichnen; von Mann, Lehensmann, Vasall.
 
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* Mannen, verb. reg. act. welches aber für sich allein im Hochdeutschen ungewöhnlich ist. Im Oberdeutschen bedeutete es ehedem heirathen, einen Mann nehmen, von dem andern Geschlechte, so wie weiben ein Weib nehmen. Es ist im Hochdeutschen nur noch in den Zusammensetzungen bemannen, entmannen, ermannen und übermannen, aber in andern Bedeutungen, üblich. S. diese Wörter.
 
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Männern, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches aber nur in den niedrigen Sprecharten üblich ist. Ein Mädchen männert, wenn es Begierde zu heirathen hat, und diese Begierde merken lässet. Ein junger Mensch männert, wenn er anfängt, sich wie ein gesetzter ernsthafter Mann zu betragen.
 
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Das Männervolk, des -es, plur. inus. alle oder mehrere Mannspersonen geringerer Art; im gemeinen Leben das Mannsvolk.
 
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Die Männermörderinn, plur. die -en, eine Frau, welche ihren Ehemann ermordet hat; wo der Plural mit eben dem Rechte stehet, mit welchem eine Person, wenn sie gleich nur Ein Kind ermordet hat, eine Kindermörderinn genannt wird.

 

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