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Mandelstein bis Mangeholz (Bd. 3, Sp. 48 bis 49)
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Artikelverweis Der Mandelstein, des -es, plur. die -e, eine Art Steine, welche den Mandeln ähnlich sehen, und unter die Naturspiele gehören; Amygdaloides.
 
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Die Mandeltaube, plur. die -n, S. Adelung Mandelkrähe.
 
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Der Mandelteig, S. Adelung Mandelmilch.
 
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Die Mandeltorte, plur. die -n, eine aus klar zerriebenen Mandeln, Eyerdottern, Milch und Zucker bereitete Torte.
 
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Der Mandelzêhnte, des -n, plur. inus. derjenige Zehnte, welcher von dem in Mandeln gesetzten Getreide, oder nach den Mandeln gegeben wird, der Garbenzehnte, Zugzehnte; zum Unterschiede von dem Dorf-, Sack- oder Scheffelzehnten.

[Bd. 3, Sp. 49]



 
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Der Mandler, des -s, plur. ut nom. sing. 1) Von mandeln, mit der Mandel oder Rolle bearbeiten, derjenige, welcher die Mandel drehet. Auch ein Nahme, welchen an einigen Orten die Schwarz- oder Blaufärber führen, weil sie der gefärbten Leinwand vermittelst der Mandel Glätte und Glanz ertheilen. Siehe 1. Mandel. 2) Derjenige, welcher das abgehauene Getreide in Mandeln setzt. S. 2. Mandel 2.
 
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Die Mandōre, plur. die -n, eine Art unvollkommner Lauten, S. Adelung Pandore.
 
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Die Mange, plur. die -n, ein altes Wort, welches, 1) * überhaupt, eine jede Maschine, besonders aber verschiedene Arten kriegerischer Werkzeuge bedeutete; bey den Schwäbischen Dichtern Mange. Im mittlern Lat. Manga, Mango, Mangena, Manganum, und im Diminut. Manganellus, Mancula, Mangel, Schwed. Manga. In dieser Bedeutung ist es mit der Sache selbst veraltet. Man gebraucht es nur noch, 2) in engerer Bedeutung, in einigen Gegenden, von derjenigen Maschine, mit welcher man leinwandene und baumwollene Zeuge zu glätten und zu glänzen pflegt, und welche auch die Mangel, Mandel oder Rolle genannt wird. Die Wäschmange, Färbermange, Handmange. Ital. Mangano, im mittlern Lat. Mancula, wo manculari mangeln ist. S. 1. Mandel.
   Anm. Es ist wahrscheinlich, daß dieses Wort aus dem mittlern Lat. Mango, und dieß aus dem Griech. μαγγανον, Latein. Machina, entlehnet worden. Aber es kann auch seyn, daß es von allen diesen Wörtern nur ein Seitenverwandter ist, und den Begriff der Bewegung oder verursachten Bewegung zum Stammbegriffe hat, da es denn zu mähen, mahnen und 1. Mandel gehören würde. Wenigstens scheinet es in der zweyten Bedeutung mit Mandel sehr genau verwandt zu seyn. Frisch führet aus dem Tschudi das Zeitwort mangeln, schlagen, sich raufen, an, welches gleichfalls von der allgemeinern Bedeutung der Bewegung herstammet. Im Schwed. ist Mangel ein Gefecht, Handgemenge. Wenn dieses Wort in manchen Gegenden Mangel lautet, so ist statt des e der Abstracten die Ableitungssylbe -el angehänget worden, welches sich auch in Mandel befindet. Im Schwed. heißt eine solche Rolle gleichfalls Mangel, Dän. Mangle, Pohln. Magiel.
 
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Der Mangebaum, des -es, plur. die -bäume, ein Ostindischer Baum, welcher eine nierenförmige Steinfrucht in Gestalt einer Mandel trägt; Mangifera L.
 
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Das Mangebrêt, S. Adelung Mandelbret und Mange 2.
 
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Das Mangeholz, S. Adelung Mandelholz und Mange 2.

 

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