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Mandelbrêt bis Mándelkūchen (Bd. 3, Sp. 47 bis 48)
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Artikelverweis Das Mandelbrêt, des -es, plur. die -er, ein starkes langes Bret mit einem Griffe am Ende, welches ein Theil der Handmandel ist, und womit das Mandelholz durch Drücken hin und her beweget wird; bey andern das Mangebret oder Mangelbret. S. 1. Mandel.
 
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Der Mandelbrey, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, S. Adelung Mandelmuß.
 
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Das Mandelbrot, des -es, plur. inus. eine Art Zuckergebackenen von Mehl, Zucker, zerriebenen Mandeln, und allerley Gewürzen, welches auch Mandel-Biskuit genannt wird. Siehe 3. Mandel.
 
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Die Mandelbutter, plur. inus. in den Küchen, eine mit gestoßenen Mandeln, wie ein Marzipan-Teig vermengte Butter, welche zum Verspeisen auf den Tisch gesetzt wird.
 
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Das Mandelholz, des -es, plur. die -hölzer, die runden Hölzer oder Walzen an einer Mandel, um welche der zu glättende Zeug gewickelt wird. Ingleichen die ähnliche Walze einer Handmandel, welche durch das Mandelbret in Bewegung gesetzt wird, und diese ganze Handmandel selbst. In beyden Fällen auch das Mangeholz, Mangelholz, Rollholz. S. 1. Mandel.
 
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Der Mandelkêrn, des -es, plur. die -e, S. 3. Mandel.
 
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Die Mandelkleye, plur. inus. in einigen Gegenden im Plural, die Mandelkleyen, sing. inus. mit der weichen braunen Hülse zerriebene Mandeln, so wie sie manche Frauenzimmer zum Waschen der Hände zu gebrauchen pflegen. S. 3. Mandel.
 
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Der Mándelkóch, des -es, plur. die -kche, in den Küchen, eine Art Torten oder aufgelaufenen Koches, welche aus zerstoßenen Mandeln, Milch, Eyerdottern u. s. f. bereitet wird. S. Adelung Koch.
 
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Die Mandelkrähe, plur. die -n, eine Art Häher, mit blutrothem Rücken, schwarzen Schwanzfedern, und grünen Flügelfedern, welcher der bunteste unter allen Europäischen Vögeln ist, daher er auch der Deutsche Papagey genannt wird. Pica oder Garrulus Argoratensis Klein. Den Nahmen Mandelkrähe hat er ohne Zweifel, weil er sich in der Ernte gern auf den Getreidemandeln sehen lässet, Körner und Gewürm zu suchen; daher er auch Mandeltaube und Garbenkrähe heißt, Böhm. Mandeliceck. In andern Gegenden wird er Birkhäher, wegen seiner bunten gemeiniglich blauen Federn, Grünkrähe, Blaukrähe, Goldkrähe, blaue Rake, Raker, Racke, Blabarack, Blaurock, blaue Holzkrähe, Galgenräkel genannt; welche letztern Nahmen er von seinem Geschreye, rak, rak, oder nach andern

[Bd. 3, Sp. 48]


von der Unreinlichkeit seiner Jungen haben soll, welche wider die Art der meisten Vögel ihr Nest zu beschmeißen pflegen. Im Engl. heißt er Rollet, ingleichen Rook. S. 2. Mandel 2.
 
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Der Mandelkrapfen, des -s, plur. ut nom. sing. oder im Diminut. das Mandelkräpfchen, oder Mandelkräpflein, in den Küchen, eine Art Krapfen oder Kräpflein, welche aus geschälten und zerstoßenen Mandeln, Eyerdottern, Mehl, Butter u. s. f. gebacken werden.
 
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Der Mándelkūchen, des -s, plur. ut nom. sing. verschiedene Arten Kuchen, zu welchen ganze oder zerriebene Mandeln kommen.

 

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