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Malzkammer bis Mammā (Bd. 3, Sp. 41)
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Artikelverweis Die Malzkammer, plur. die -n, in den Brauhäusern, eine Kammer, in welcher man das Malz, ehe es auf die Mühle zum Schroten geschaffet wird, nochmahls anfeuchtet.
 
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Der Malzkasten, des -s, plur. ut nom. sing. ein Kasten, in welchem das Malz verwahret wird. In einigen Gegenden ist es auf den Malzmühlen ein Kasten von bestimmter Größe, welcher zugleich das Maß des zu einem Gebräude nöthigen Malzes ist.
 
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Der Malzkorb, des -es, plur. die -körbe, ein Korb, worin das Malz von der Darre auf den Malzboden getragen wird.
 
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Der Malzmahler, des -s, plur. ut nom. sing. an einigen Orten, z. B. in Dresden, eine verpflichtete und von dem Malzmüller noch verschiedene Person, welche die Aussicht über das zum Mahlen bestimmte Malz hat.
 
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Die Malzmühle, plur. die -n, eine Mühle, auf welcher nur allein Malz gemahlen wird, im mittlern Lat. Maltmulna, Molendinum Brasarium.
 
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Der Malzmüller, des -s, plur. ut nom. sing. der Eigenthümer einer Malzmühle, oder ein Müller, welcher nichts als Malz mahlet.
 
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Die Malzschaufel, plur. die -n, eine Schaufel, womit das zum Malz bestimmte Getreide auf der Malztenne umgewendet wird.
 
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Die Malzscheibe, plur. die -n, die auf der Tenne in Gestalt einer Scheibe ausgebreitete auswachsende Gerste.
 
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Der Malzstaub, des -es, plur. car. dasjenige, was von dem fertigen Malze vor dem Schroten durch Sieben abgesondert wird, und aus Keimen, Staub u. s. f. bestehet; Darrstaub.
 
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Die Malztênne, plur. die -n, eine Tenne in einem Brauhause, auf welche das eingeweichte Getreide zum Keimen und Auswachsen geschüttet wird. Im Churkreise heißt sie die Hummel.
 
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Die Mammā, plur. inus. die Mutter; ein zunächst aus dem Französischen entlehntes Wort, welches Kinder von guter Erziehung statt des im gemeinen Leben üblichen Mutter zu gebrauchen pflegen, so wie für Vater in diesem Falle Papa üblich ist. Indessen wird es jetzt nur noch von unmündigen und unerwachsenen Kindern gebraucht, dagegen erwachsene in den Anreden wohl auch noch die Französischen Ausdrücke beybehalten, sich aber, wenn sie in der dritten Person von ihren Ältern sprechen, lieber der Deutschen Ausdrücke Vater und Mutter bedienen.

[Bd. 3, Sp. 42]



   Anm. Es ist zwar in dieser Gestalt zunächst aus dem Französischen entlehnet, indessen ist es doch so wie Amme ein altes Wort, welches die Natur selbst die unmündigen Kinder stammeln lehret, weil die Sylben am und ma die ersten und leichtesten sind, welche ein Kind aussprechen lernet, daher auch dieses Wort fast in allen Sprachen angetroffen wird. Dahin gehören unter andern auch das Griech. μαμμα, und das Lat. Mamma. S. Adelung Amme, und das folgende Mämme. Um eben dieser Ursache willen heißt auch die weibliche Brust im Französischen Mammelle.

 

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