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Mahlholz bis Mahlschatz (Bd. 3, Sp. 29 bis 30)
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Artikelverweis Das Mahlholz, des -es, plur. die -hölzer, bey den Bäckern, dasjenige Holz, womit das Brot in manchen Fällen gezeichnet wird; von 6. Mahl, ein Zeichen.
 
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Das Mahlhorn, des -es, plur. die -hörner, von dem Zeitworte 1. Mahlen, pingere, bey den Töpfern, ein Horn, oder eine Büchse mit einer Röhre zu flüssigen Farben, womit die gemeinen Töpferwaaren bemahlet werden.
 
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Der Mahlhügel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Hügel, so fern er zugleich die Gränze eines Bezirkes macht. Siehe 6. Mahl 2. 1) (a).
 
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Mählich, adj. et adv. nach und nach, mit einer sanften gelinden Bewegung. Mein Herr ziehe vor seinem Knecht hin, ich will mählich hinnach treiben, 1 Mos. 33, 4. Eine mählich sich verdünnende Spitze, nach und nach. Es ist im gemeinen Leben am üblichsten, und stammet nicht von einem der vorigen Mahl, sondern von gemach, und mit demselben allem Ansehen nach, von machen, mähen, sich gelinde bewegen, her, S. diese Wörter,

[Bd. 3, Sp. 30]


daher es auch richtiger mählich als mählig geschrieben wird. Siehe Allmählich, welches auch dafür üblich ist, und Gemach.
 
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Der Mahlmann, des -es, plur. die -leute. 1) Von 2. Mahlen, molere, S. Adelung Mahlgast. 2) Von Mahl, das Gericht, ein nur in einigen Gegenden übliches Wort, die Gerichtsunterthanen zu bezeichnen. S. 2. Mahl 2. In einem andern Verstande sind die Mahlleute in den Westphälischen Holzgerichten gewisse verpflichtete Personen, welche für das Beste der Mark sorgen, und die in der Holzmark begangenen Verbrechen dem Holzgrafen anzeigen müssen, wo es wohl von Mahl, die Gränze, und den in seinen Gränzen beschlossenen Bezirk abstammet, und mit Mark gleichbedeutend ist, ob es gleich auch die Bedeutung des Gerichtes leidet. S. 6. Mahl 2. 1) (a).
 
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Die Mahlmêtze, plur. die -n, von dem Zeitworte 2. Mahlen, molere. 1) Diejenige Metze, welche der Müller an einigen Orten anstatt des Mahlgeldes von jedem Scheffel des gemahlnen Getreides für das Mahlen bekommt. 2) An einigen Orten ist es auch eine Abgabe an den Landesherren, welche in einer Metze, oder deren Werth an Gelde, von jedem Scheffel Getreide, welchen ein Unterthan mahlen läßt, bestehet. S. Adelung Mahlgroschen.
 
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Die Mahlmühle, plur. die -n, eine Mühle, auf welcher Getreide gemahlen wird; zum Unterschiede von einer Malzmühle, Säge- oder Schneidemühle, Öhlmühle, Stampfmühle u. s. f.
 
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Der Mahlpfahl, des -es, plur. die -pfähle, von Mahl, die Gränze, ein Gränzpfahl. In den Wassermühlen ist es ein langer starker eichener Pfahl, welcher die eigentliche Höhe des Wassers, und daß Maß des Mahl- oder Fachbaums zeiget. Er wird auch der Eichpfahl, Wagpfahl oder Sicherpfahl genannt. S. 6. Mahl 2. 1) (a).
 
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Der Mahlplatz, des -es, plur. die -plätze, große Flecken auf der Haut von verschiedener, gemeiniglich nußbrauner Farbe; Panni. S. 6. Mahl 2. 1) (b).
 
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Die Mahlsäule, plur. die -n, von Mahl, die Gränze, eine Gränzsäule. S. 6. Mahl 2. 1) (a).
 
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Der Mahlschatz, des -es, plur. die -schätze, dasjenige Geschenk, es sey nun an Gelde oder Kostbarkeiten, welches zwey Personen bey der Verlobung einander zum Unterpfande ihrer Liebe und Treue einhändigen, der Brautschatz, Nieders. Mahlschatt; von Mahl, so fern es Verbindung und besonders eheliche Verbindung bedeutet. S. 1. Mahl und Schatz. Zuweilen wird auch wohl das Heirathsgut, welches die Frau ihrem Manne bey der Heirath zubringet, der Mahlschatz genannt.

 

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