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Mahlerkunst bis Māhlgróschen (Bd. 3, Sp. 28 bis 29)
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Artikelverweis Die Mahlerkunst, plur. inus. die Kunst des Mahlers, d. i. die Gegenstände mit Farben gehörig abzubilden. S. Adelung Mahlerey.

[Bd. 3, Sp. 29]



 
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Die Mahlernaht, plur. inus. bey den Nähterinnen, diejenige Naht, d. i. Art zu nähen, da man allerley Muster, Blumen und Gänge auf eine mahlerische Art nähet.
 
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Der Mahlerpinsel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Pinsel, wie ihn die Mahler zum Mahlen brauchen; zum Unterschiede von einem Mäurerpinsel, Leimpinsel u. s. f.
 
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Das Mahlersilber, des -s, plur. inus. S. Adelung Mahlergold.
 
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Der Mahlerstock, des. es, plur. die -stöcke, ein kleiner Stock mit einem Polster oder einer elfenbeinernen Kugel am Ende, die Hand des Mahlers, welche den Pinsel führet, damit zu unterstützen.
 
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Der Mahlgang, des -es, plur. die -gänge, ein Gang in den Mühlen zum Mahlen; zum Unterschiede von einem Graupengange, Öhlgange u. s. f. S. Adelung Gang.
 
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Der Mahlgast, des -es, plur. die -gäste, diejenigen Personen, welche ihr Getreide in einer Mühle mahlen lassen. Der Müller hat viele Mahlgäste, wenn viele Personen bey ihm mahlen lassen. Zwangpflichtige Mahlgäste, welche verbunden sind, in einer gewissen Mühle mahlen zu lassen. S. Adelung Gast. Nieders. Mahlgenoten, Mahlgenossen, in Baiern Mahlmann, im Plural Mahlleute.
 
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Das Mahlgêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, dasjenige Geld, welches der Müller für das Mahlen des Getreides bekommt; der Müllerlohn, der Mahlgroschen, in einigen Gegenden das Molter, im mittlern Lat. Molta, im alt Franz. Moutre.
 
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Das Mahlgerinne, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Wassermühlen, dasjenigen Mühlgerinne, durch welches das Wasser auf die Räder geleitet wird; zum Unterschiede von dem wüsten Gerinne, welches das überflüssige Wasser abführet.
 
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Der Mahlgraben, des -s, plur. die -gräben, von Mahl, die Gränze, ein Gränzgraben, ein Graben zur Bezeichnung der Feld- und Markscheidung. Die Mahlgrube, eine solche Grube. S. 6. Mahl 2. 1) (a).
 
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Der Māhlgróschen, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Mahlgeld. In einigen Gegenden ist es auch eine Abgabe an die Obrigkeit, welche in einem Groschen von jedem Scheffel bestehet, welchen man mahlen lässet.

 

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