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Magistrāt bis Mähderēy (Bd. 3, Sp. 18 bis 19)
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Artikelverweis Der Magistrāt, des -es, plur. die -e, ein aus dem Latein. Magistratus entlehntes Collectivum, den Stadtrath, das Raths-Collegium einer Stadt zu bezeichnen.
 
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Der Magnāt, des -en, plur. die -en, aus dem Latein. Magnates, eine Benennung der männlichen Personen von hohem Adel in manchen Reichen, z. B. in Pohlen und Ungarn, die Großen des Reiches.
 
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Die Magnēsie, (viersylbig,) plur. inus. aus dem mittlern Latein. Magnesia, eine sehr feine weiße Kalkerde, welche man aus der Mutterlauge des Salpeters und Kochsalzes vermittelst eines feuerbeständigen Alkali niederschlägt. Eine andere Art wird aus dem aufgelöseten Bittersalze niedergeschlagen, und auch Bittersalzerde genannt.

[Bd. 3, Sp. 19]



 
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Der Magnēt, des -es, plur. so wohl von mehrern Arten, als auch von mehrern einzelnen zubereiteten Stücken, die -e, ein mit Schwefel vererzter Eisenstein von röthlicher, dunkelbrauner oder schwärzlicher Farbe, welcher das Eisen an sich ziehet, und sich unter den gehörigen Umständen beständig nach Mitternacht drehet; ehedem der Segelstein, weil man sich seiner besonders in der Schifffahrt bedienet. Der Nahme ist aus dem Latein. Magnetes, so wie dieser aus dem Griech. μαγνς, welchen dieser Stein entweder von der Landschaft Magnesien in Lydien, oder auch von einem Hirten Nahmens Magnes führet, der seine anziehende Kraft zuerst entdeckt haben soll.
 
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Magnētisch, adj. et adv. mit der anziehenden Kraft des Magnetes begabt, das Eisen an sich ziehend.
 
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Die Magnetnadel, plur. die -n, eine eiserne Nadel, welche an dem einen Ende mit Magnet bestrichen ist, in der Mitte auf einer festen Spitze schwebet, und das vornehmste Stück eines Compasses ist.
 
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Magnificếnz, aus dem mittlern Lat. Magnificentia, welches, wie aus dem Du Fresne erhellet, ein ehemahliger Titel der Fränkischen Könige war, jetzt aber im Hochdeutschen den jedesmahligen Rectoren oder Prorectoren auf Universitäten im Abstracto gegeben wird. Ew. Magnificenz, und im Plural, Ew. Magnificenzen. In einigen Reichsstädten bekommen ihn auch die Doctores Medicinä, welche sich in andern wohl gar Excellenz nennen lassen.
 
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Der Magsamen, S. Adelung Mohn.
 
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Die Mahd, plur. die -en, ein in der Landwirthschaft von dem Zeitworte mähen übliches Wort. 1) Das Mähen, ohne Plural; in welchem Verstande es doch am seltensten vorkommt. 2) Das in einer Reihe liegende abgemähete Gras, welches bey dem Getreide ein Schwad oder Schwaden, und in einigen Gegenden auch ein Jahn oder John genannt wird. Mahden schlagen, das Gras zu Mahden schlagen, es abmähen, wobey es zugleich in solche Reihen fällt. Die Mahden zerstreuen, sie aus einander reißen. 3) In einigen Gegenden auch eine Wiese, deren Gras zum Abmähen bestimmt ist, eine Hägewiese. Drey Tagewerk zweymähdige, und funfzehen Tagewerk einmähdige Mahd; wo es in manchen Gegenden im Plural auch wohl Mähder lautet. Die Mannesmahd, so viel als ein Mann in einem Tage abmähen kann.
 
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Der Mähder, des -s, plur. ut nom. sing. ein in der Landwirthschaft für Mäher übliches Wort, welches letztere noch in einigen Oberdeutschen Gegenden gehöret wird, eine Person, welche das Getreide oder Gras abmähet, welche, wo das Getreide geschnitten und nicht gemähet wird, ein Schnitter heißt. In den Florentinischen Glossen ist Madare ein Heumäher. Siehe Mähen, Anm.
 
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Die Mähderēy, plur. die -en, ein nur in einigen Gegenden übliches Wort, die Gesellschaft der Mähder eines Dorfes, alle Mähder in einem Dorfe als ein Ganzes betrachtet, zu bezeichnen, worunter alsdann diejenigen Tagelöhner verstanden werden, welche das ausschließende Recht haben, den Bauern im Dorfe das Getreide oder Gras gegen den gehörigen Lohn abmähen zu dürfen, dagegen sie verbunden sind, dem Herren des Dorfes gegen einen geringern Lohn zu mähen. Mit in der Mähderey seyn, in dieser Gesellschaft der Mähder.

 

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