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Luftkugel bis Luftsalz (Bd. 2, Sp. 2125 bis 2126)
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Artikelverweis Die Luftkugel, plur. die -n, eine aus bloßer Luft bestehende Kugel. In engerer Bedeutung in der Mathematik, eine hohle Kugel, in welcher man das Wasser vermittelst einer starken Wärme in Luft und Wind zu verwandeln pflegt; Aeolopila.
 
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Die Luftkunde, plur. inus. die Kunde oder Kenntniß der Luft und ihrer Eigenschaften, von welcher die Aerometrie ein Theil ist.
 
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Das Lúftlóch, des -es, plur. die -lcher, Diminut. das Luftlöchlein, ein jedes Loch, so fern es dazu dienet, den Ab- oder Zugang der äußern Luft zu befördern. Das Luftloch eines Kellers, eines Stalles. Die Insecten haben an den Seiten gewisse Luftlöcher. Im Winter hauet man zum Behufe der Fische Luftlöcher in das Eis, welche im gemeinen Leben Wuhnen genannt werden. Die kleinen Zwischenräumchen in der Materie der Körper, welche allein mit Luft angefüllet sind, Lat. Pori, werden von einigen im engern Verstande gleichfalls Luftlöcher genannt; obgleich dieser Ausdruck unbequem ist.
 
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Das Luftmalz, des -es, plur. inus. Malz, welches an der Luft getrocknet worden, Nieders. Windmalt; zum Unterschiede von dem Darrmalze.
 
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Der Luftmésser, des -s, plur. ut nom. sing. in der Naturlehre, ein Werkzeug, die Beschaffenheit der Luft zu messen, wohin die Barometer, Hygrometer, Manometer, Windmesser u. s. f. gehören. In engerer Bedeutung führet das Manometer bey einigen diesen Nahmen.
 
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Die Lúft-Pêrspêctīve, plur. car. in der Mahlerey, diejenige Perspective, welche die Gegenstände nach Maßgebung der dazwischen befindlichen dickern oder dünnern Luft zu behandeln lehret.
 
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Die Luftpfanne, plur. die -n, in den Salzwerken zu Halle, eine figürliche Benennung einer nicht wirklich vorhandenen Pfanne, welche aber doch auf gewisse Nahmen versagt ist.
 
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Die Luftpumpe, plur. die -n, ein mathematisches Werkzeug, die Luft aus den Körpern oder Räumen auszupumpen; Antlia pneumatica.
 
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Der Luftraum, des -es, plur. die -räume, ein jeder mit Luft allein angefüllter Raum. In engerer Bedeutung wird in der Artillerie der Unterschied zwischen der Mündung des Stückes und dem größten Zirkel der Kugel, welche daraus geschossen wird, der Luftraum, am gewöhnlichsten aber der Spielraum genannt. Auch die Pori in den Körpern werden von einigen im Diminut. Lufträumchen oder Lufträumlein genannt. S. Adelung Luftloch.
 
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Die Luftröhre, plur. die -n, Diminut. das Luftröhrchen, Oberd. Luftröhrlein, eine jede Röhre, welche den Ab- und Zugang der frischen Luft zu einem Körper oder Raume befördert. So haben die Bäume und Pflanzen außer den Saftröhren auch noch gewisse Luftröhren, welche die zu dem vegetabilischen Leben nöthige Luft vertheilen. In engerer Bedeutung ist die Luftröhre in den thierischen Körpern eine knorpelige Röhre, welche aus der Kehle nach der Lunge gehet, die zum Athemhohlen

[Bd. 2, Sp. 2126]


nöthige Luft ab- und zuzuführen, im gemeinen Leben die unrechte Kehle; zum Unterschiede von der Speiseröhre.
 
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Das Luftsalz, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, die in der Luft befindlichen Salztheilchen, welche nach einigen sauer- nach andern salpeterartig sind.

 

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