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Lüfter bis Lufthimmel (Bd. 2, Sp. 2123 bis 2124)
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Artikelverweis Der Lüfter, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Nagelschmieden, ein eiserner Stift neben dem Amboße, an welchem man

[Bd. 2, Sp. 2124]


den geschmiedeten Nagel von unten aus seiner Krone heraus lüftet oder hebt.
 
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Die Lufterscheinung, plur. die -en, eine merkliche veränderliche Begebenheit in der Luft, d. i. in dem Dunstkreise, dergleichen Regen, Wind, Donner u. s. f. sind. Im gemeinen Leben, wenn sie von seltener Beschaffenheit ist, ein Luftzeichen, mit einem Griech. Ausdrucke ein Phänomen oder Phänomenon.
 
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Die Luftêsse, plur. die -n, S. Adelung Luftfang.
 
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Die Lúft-Essếnz, plur. die -en, eine Essenz, welche in Brustbeschwerung oder Engbrüstigkeit zur Erleichterung des Athemhohlens gebraucht wird.
 
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Der Luftfang, des -es, plur. die -fänge, ein jeder Canal, so fern er dazu bestimmt ist, die frische Luft aufzufangen und an einen andern Ort zu führen. In den Salzkothen ist es ein horizontaler Graben, welcher bis unter den Rost des Herdes geführet wird. Ein gemauerter mehr senkrechter Luftfang heißt eine Luftesse. S. auch Luftfenster, Luftröhre, Luftloch.
 
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Die Luftfarbe, plur. inus. diejenige bläuliche Farbe, welche die Luft zu haben scheinet; die Farbe der Luft. Noch mehr in der Mahlerey, diejenige Farbenmischung, welche die Gegenstände in der Ferne vorstellet, wo sie ein bläuliches Ansehen bekommen.
 
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Das Luftfènster, des -s, plur. ut nom. sing. ein Fenster, so fern es dazu bestimmt ist, frische Luft in einen eingeschlossenen Raum zu führen.
 
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Das Luftfeuer, des -s, plur. ut nom. sing. ein Nahme, welcher im Oberdeutschen denjenigen Kunstfeuern gegeben wird, welche in die Luft steigen, besonders aber den Raketen.
 
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Die Luftgêgend, plur. die -en, eine von den Gegenden der obern, über der Erdkugel befindlichen Luft, deren man verschiedene anzunehmen pflegt; die Region der Luft.
 
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Die Luftgeschwulst, plur. die -en, bey den Ärzten und Wundärzten, eine weiche, weiße, glänzende und elastische Geschwulst ohne Schmerzen, welche aus einer unter der Haut durch die kleinen Höhlen des fetten Körpers ausgebreiteten Luft entstehet; Emphysema.
 
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Der Lufthimmel, des -s, plur. inus. ein Nahme, welchen man zuweilen noch der Atmosphäre oder dem Dunstkreise beylegt, welcher die Erdkugel umgibt, weil er hauptsächlich aus der uns bekannten gröbern und zum thierischen Leben unentbehrlichen Luft bestehet; der Wolkenhimmel. S. Adelung Himmel 2.

 

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