Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lschhaken bis Lschwasser (Bd. 2, Sp. 2105)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Lschhaken, des -s, plur. ut nom. sing. bey verschiedenen im Feuer arbeitenden Handwerkern, ein eiserner Haken, das Feuer damit aus einander zu ziehen, und es auf solche Art auszulöschen.
 
Artikelverweis 
Das Lschhorn, des -es, plur. die -hörner, ein Horn, oder hornförmiges hohles Gefäß an einer Stange, die Lichter damit in den Kirchen, Komödienhäusern u. s. f. auszulöschen; das Dampfhorn, der Dämpfer. Ähnliche Werkzeuge ohne Stock oder Stange, werden Löschnäpfe, Löschnäpfchen, oder Lichthüte genannt. Das erste Wort kommt 2 Mos. 25, 38, Kap. 37, 23 vor.
 
Artikelverweis 
Die Lschkohle, plur. die -n, Kohlen, welche mit Wasser abgelöschet worden, ehe noch das Feuer alle Holzfasern zerissen hat, dergleichen die Schmiedekohlen sind.
 
Artikelverweis 
Der Lschnapf, des -es, plur. die -näpfe, Diminut. das Löschnäpfchen, S. Adelung Löschhorn.
 
Artikelverweis 
Das Lschpapier, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, graues ungeleimtes Papier, welches die darauf gemachten Züge aus einander fließen und erlöschen macht; im Oberdeutschen daher Fließpapier, im Österreich. Schrembspapier, Schrenz, bey dem Apherdian Lunkpapier, im Nieders. Togpapier, weil es die Feuchtigkeiten in sich ziehet, und wegen seines Gebrauches Drögels, Dröglings, Drögeldook.
 
Artikelverweis 
Der Lschplatz, des -es, plur. die -plätze, in den Seestädten. ein Platz, wo die Schiffe oder Waaren gelöschet, d. i. ausgeladen, werden; S. 1. Löschen.
 
Artikelverweis 
Die Lschschaufel, plur. die -n, in dem Hüttenbaue, eine Schaufel, womit die Lösche, d. i. der Kohlenstaub, auf den Herd getragen wird.
 
Artikelverweis 
Der Lschspieß, des -es, plur. die -e, im Hüttenbaue, ein eiserner Spieß, die Schlacken, welche sich vor das Gebläse setzen, damit los zu stoßen, oder abzulösen; wo es unmittelbar von diesem Zeitworte lösen durch eine zischende Aussprache gebildet zu seyn scheinet. Auch die Schlösser und Schmiede haben Löschspieße, womit sie das Feuer in den Essen lösen, oder los, d. i. locker, machen, welche auch Essenklingen genannt werden.
 
Artikelverweis 
Der Lschtrog, des -es, plur. die -tröge, bey den Schmieden, ein Trog mit Wasser, die Kohlen daraus mit dem Löschwische zu besprengen, damit sie nicht so geschwinde wegbrennen; ingleichen glühendes Eisen darin abzulöschen. S. auch 2. Lösche. Auf den Blechhämmern führet auch derjenige Trog, in welchem der Hanbreylehm eingemacht wird, den Nahmen des Löschtroges.
 
Artikelverweis 
Die Lschwanne, plur. die -n, auf den Kupferhämmern, eine Wanne, in welcher die Kupferasche von den aufgetieften Kesseln abgespület wird; vielleicht auch von lösen, so fern es ehedem befreyen überhaupt bedeutet hat.
 
Artikelverweis 
Das Lschwasser, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. 1) Ein zum Löschen bestimmtes Wasser; in welcher Bedeutung es doch am seltensten vorkommt. 2) Wasser, worin glühendes Eisen abgelöschet worden, oder worin es abgelöschet werden soll. In engerer Bedeutung wird auch dasjenige

[Bd. 2, Sp. 2106]


künstliche Wasser, worin glühender Stahl zu seiner Härtung abgelöschet wird, mit diesem Nahmen belegt, S. Adelung Härtwasser.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: