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Lórberwald bis Lorve (Bd. 2, Sp. 2099 bis 2100)
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Artikelverweis Der Lórberwald, des -es, plur. die -wälder, ein Wald von Lorberbäumen.
   Er unter dessen Tritt ein Lorberwald entsproß,
   Weiße.
 
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Die Lórberweide, plur. die -n, Salix Pentandra L. siehe Baumwollenweide.
 
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Der Lórberzweig, des -es, plur. die -e, ein Zweig des Lorberbaumes, S. Adelung Lorbeere.
 
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Die Lorche, plur. die -n, in einigen Gegenden, 1) eine Art schwarzer Pilze, welche, dem Frisch zu Folge, in der Größe eines Taubeneyes um die Kieferstöcke wachsen, und auch Lorken, Lauriken, Laurigen genannt werden. Im Böhmischen heißen sie Lissky. 2) In einigen Gegenden sind auch die Trüffeln unter dem Nahmen der Lorchen bekannt.
 
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Lören, eintönig heulen oder schreyen, S. Adelung Löhren.
 
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Lōrenz, ein aus dem Latein. Laurentius entlehnter männlicher Taufnahme, welcher im gemeinen Leben Oberdeutschlandes in Lenzel verkürzt wird.
 
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1. Die Lorke, plur. die -n, eine Art Schwämme, siehe Lorche.

[Bd. 2, Sp. 2100]



 
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2. Die Lorke, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, ein geschmackloses trübes Getränk, S. Adelung Lauer.
 
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3. Die Lorke, plur. die -n, eine Art Wasserkröten, welche im Frühlinge ein heulendes Getöne in dem Wasser machen; vermuthlich von löhren, eintönig heulen. Das aber im Nidersächsischen auch eine jede Kröte Lork genannt wird, so muß dieses Wort wohl einem andern Stamme zugehören.
 
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Der Lorrendreyer, des -s, plur. ut nom. sing. in den Niederdeutschen Seestädten, ein Schiffer, welcher die obrigkeitlichen Zölle unterschlägt oder hintergehet, Contrebande führet u. s. f. Daher die Lorrendreyerey, die Veruntreuung der Zölle u. s. f.
 
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Die Lorve, plur. die -n, S. Adelung Larve.

 

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