Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lohboden bis Lohgrube (Bd. 2, Sp. 2094)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Lohboden, des -s, plur. inus. der Torfboden, siehe das Loh.
 
Artikelverweis 
Die Lohbrühe, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -n, Wasser, worin die Lohe gebeitzet, oder eingeweichet worden. S. 1. Lohe.
 
Artikelverweis 
Die Loheiche, plur. die -n, ein Nahme unsrer gewöhnlichen Wintereiche oder Rotheiche, welche auch Haseleiche, Hageneiche, Zirneiche, Traubeneiche, und verderbt Locheiche genannt wird. Linnee rechnet sie mit zur Steineiche, Quercus robur, von welcher sie doch eine eigene ganz verschiedene Art ist. Ihre Rinde wird am häufigsten zur Lohe gebraucht. Weil sie am liebsten in den Wäldern wächst, so kann der Nahme Loheiche auch so viel als Hageeiche seyn, von dem alten Loh, ein Wald, S. das Loh, Anm.
 
Artikelverweis 
1. Lohen, verb. reg. act. von Lohe, gestampfte Baumrinde, mit dieser Lohe zubereiten, beitzen. Die Netze, Taue u. s. f. werden zuweilen gelohet, d. i. in Lohe gesotten, damit sie im Wasser desto länger dauern. In einigen, besonders Oberdeutschen Gegenden wird auch das Gärben mit Lohe, lohen oder löhen genannt, daher die Lohgärber daselbst auch Loher oder Löher heißen.
 
Artikelverweis 
2. Lohen, verb. reg. 1) Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, mit einem Loh- oder Flammenfeuer brennen; wofür doch lodern üblicher ist. 2) Als ein Activum, mit einem Flammenfeuer bearbeiten; doch nur in dem zusammen gesetzten auslohen, S. dasselbe.
 
Artikelverweis 
Die Lohfarbe, plur. inus. die röthlich braune Farbe der aus Baumrinden gestampften Lohe, welche der Ziegelfarbe nahe kommt. Daher das Beywort lohfarben oder lohfarbig, diese Farbe habend; lohroth.
 
Artikelverweis 
Das Lohfeuer, des -s, plur. ut nom. sing. ein starkes Flammenfeuer, ein loderndes Feuer. Nieders. Blaßvüer.
 
Artikelverweis 
Der Lohfink, des -en, plur. die -en, in einigen Gegenden, ein Nahme des Blutfinken, Dompfaffen, Gimpels oder Rothvogels, wegen seiner lohfarbenen Brust, S. Adelung Dompfaff und Gimpel.
 
Artikelverweis 
Lohgar, adj. et adv. mit Lohe, d. i. gestampften Baumrinden, gar gemacht. Lohgares Leder, welches mit Lohe, und vielleicht mit Lohe allein zubereitet worden.
 
Artikelverweis 
Der Logärber, des -s, plur. ut nom. sing. eine Art Gärber, welche die Häute mit Lohe gar machen oder gärben, und welche an andern Orten auch Loher, Lauwer, Löher und Rothgärber genannt werden; zum Unterschiede von den Weißgärbern.
 
Artikelverweis 
Die Lohgrube, plur. die -n, S. Adelung Lohbeitze.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: