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2. Löffeln bis 1. Die Lohe (Bd. 2, Sp. 2092 bis 2093)
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Artikelverweis  2. Löffeln, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, mit Löffeln essen; doch nur im Scherze. Es gibt heute nichts zu löffeln.
 
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Der Löffelreiher, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Löffelgans.
 
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Die Löffelspeise, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, Speise welche vermittelst des Löffels genossen wird; Nieders. Lepelkost, Körelkost.
 
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Der Löffelstiel, des -es, plur. die -e, der Stiel an einem Löffel.
 
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1. Der Löffler, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Läffeln.
 
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2. Der Löffler, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Löffelgans.
 
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Der Löffling, des -es, plur. die -e, S. Adelung Löffelbohrer.

[Bd. 2, Sp. 2093]



 
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Die Lōge, (sprich Lōsche,) plur. die -n, aus dem Französ. Loge, ein verschlossener Sitz in einem Komödien-Hause.
 
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Die Lōgik, plur. die -en, aus dem Griech. und Lat. Logica. 1) Diejenige Wissenschaft, welche den Gebrauch des Verstandes in Erkenntniß der Wahrheit lehret, ohne Plural; die Vernunftlehre. 2) Ein Buch, worin diese Wissenschaft gelehret wird. Daher logisch, zur Logik, ingleichen zur vernünftigen Denkkraft gehörig, darin gegründet.
 
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Das Loh, des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein Nahme eines Morastes, einer sumpfigen Gegend. Daher der Lohboden, ein sumpfiger Boden. In einigen Niedersächsischen Gegenden führet auch der Torf den Nahmen des Lohes, da er denn auch wohl im männlichen Geschlechte der Loh genannt wird. Anm. In dieser Bedeutung scheinet es von lege, niedrig, oder auch von Lache, Lauge, ein flüssiger Körper, abzustammen, S. diese Wörter. Ein anderes, jetzt außer einigen eigenthümlichen Nahmen veraltetes Wort, bedeutete ehedem einen Wald, einen Hain.
   Sumer mache vns aber fro
   Du zierest anger un lo,
   Walther von der Vogelweide. S. Frischens Wörterb. v. Loh. In diesem Verstande scheinet es mit dem Lat. Lucus zu Laub oder auch zu Laube zu gehören.
 
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1. Die Lohe, plur. doch nur von mehrern Arten und Quantitäten, die -n, die abgeschälte und zu Pulver gestampfte Rinde der Eichen, Erlen, Birken und Fichten, wie sie von den Gärbern zur Zubereitung des Leders gebraucht wird. Eichenlohe, Fichtenlohe, Erlenlohe, Birkenlohe. Bey einigen der Loh, im Nieders. das Loh. Siehe viele der folgenden Zusammensetzungen. Anm. Es ist ungewiß, ob in diesem Worte der Begriff der Zermalmung, oder der beitzenden Kraft, oder eines andern Umstandes der herrschende ist. Im ersten Falle würde es zu klein, -lein, schlagen, und andern dieses Geschlechtes gehören, im zweyten aber zu Lauge im heutigen Verstande. Im Nieders. ist lohen, löen, trübe, farbig machen. Wenn eine neue Pumpe in das Wasser gesetzet wird, so löet das Holz, es macht das Wasser unrein und trübe. Der Kirschsaft lohet das Wasser, färbt es. Ingleichen flecken, welches Wort selbst hierher zugehören scheinet. Die Kirschen lohen, machen Flecken.

 

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