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Lcheln bis Lóchring (Bd. 2, Sp. 2086 bis 2087)
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Artikelverweis  Lcheln, verb. reg. act. kleine Löcher machen, im gemeinen Leben. Eine gelöchelte Haselnuß.
 
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1. Lóchen, verb. reg. act. welches im Forstwesen einiger Gegenden für lachen üblich ist, mit einem Gränzzeichen bemerken. Einen Baum lochen. Ingleichen mit Gränzbäumen oder Gränzsteinen versehen. Ein Feld, einen Wald lochen. S. 1. Lachen und Lochbaum.
 
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2. Lóchen, verb. reg. act. von Loch, eine Öffnung, ein Loch machen, oder schlagen, doch nur in einigen Fällen des gemeinen Lebens. Die Eisenarbeiter lochen ein Eisen mit dem Dorne, wenn sie ein Loch hinein schlagen. Die Zeidler lochen einen Raum für einen Bienenschwarm in den Baum. Im Oberdeutschen locht man das gestorbene Vieh ein, oder verlocht es in die Erde, wenn man es begräbt. Im Bergbaue wird das Erz ausgelocht, wenn es auf unbergmännische Art aus der Erde gegraben wird.
   Anm. In der weitesten Bedeutung kommt es bey den ältern Oberdeutschen Schriftstellern vor. So ist bey dem Kero mund intlohhan ihn öffnen, aufthun; antlihhun, auch im Isidor, öffnen; bilohhon, eben daselbst, verschließen, einschließen. Das Intensivum oder Iterativum löchern kommt nur in den Zusammensetzungen durchlöchern und zerlöchern vor.
 
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Der Lcherbaum, des -es, plur. die -bäume, bey den Papiermachern, der Baum oder starke dicke Block, mit den Löchern oder Trögen, worin die Lumpen gestampft werden.
 
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Der Lcherer, des -s, plur. ut nom. sing. der Nahme einer besondern Secte unter den Senklern, welche die Stifte mit einem

[Bd. 2, Sp. 2087]


Loche befestigen; zum Unterschiede von den Unlöcherern, welche sie mit einem Drahte fest machen.
 
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Lcherig, -er, -ste, adj. et adv. Löcher habend. Ein löcheriges Bret. Der Schwamm ist sehr löcherig. Besonders, fehlerhafte Löcher habend. Ein löcheriger Hut. Ein löcheriger Kahn. Im gemeinen Leben, obwohl irrig, löchericht, welches auch Jer. 2, 13, und Hagg. 1, 6 vorkommt.
 
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Lóchern, verb. reg. act. S. 2. Lochen Anm.
 
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Der Lcherschwamm, des -es, plur. die -schwämme, eine Art horizontaler Schwämme, welche auf der untern Fläche viele kleine Löcher hat; Boletus L. wohin auch der Feuerschwamm, Kuhpilz, Schweinepilz u. s. f. gehören.
 
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Das Lóchholz, des -es, plur. die -hölzer, bey den Schustern, ein viereckiges Stück eichenen Holzes mit länglich runden Höhlungen, das Sohlleder da hinein zu stoßen.
 
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Der Lóchkehrer, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Bäckern, eine Stange mit daran gebundenen Lappen, die Rauchlöcher des Backofens damit zu kehren.
 
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Der Lóchring, des -es, plur. die -e. 1) Im Forstwesen, nach einer verderbten Aussprache für Lachring, S. dieses Wort. 2) Bey den Schmieden und Schlössern, ein dicker hohler eiserner Cylinder, worauf man diejenigen Dinge legt, in welche Löcher geschlagen werden sollen.

 

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