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Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lindenlaus bis Linienblatt (Bd. 2, Sp. 2071 bis 2075)
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Artikelverweis Die Lindenlaus, plur. die -läuse, eine Art Blatt- oder Baumläuse, welche sich auf den Lindenbäumen aufhält; Aphis Tiliae L.
 
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Die Lindenmistel, plur. die -n, eine Art Mistel, welche auf den Ästen der alten Lindenbäume wächset, knotige Stängel, längliche, bleichgrüne und dicke Blätter und weiße Beeren hat, aus welchen der Vogelleim bereitet wird; Viscum album L.
 
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Lindern, verb. irreg. act. von dem Bey- und Nebenworte linde, gelinde, gelinder machen, doch nur in einigen Fällen dieses Wortes. 1) * In mehr eigentlicher Bedeutung, weich, weicher machen; ein im Hochdeutschen ungewöhnlicher Gebrauch welcher noch Es. 1, 6 vorzukommen scheinet: Eiterbeulen, die nicht mit Öhl gelindert sind, erweichet worden. 2) Die Heftigkeit

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einer unangenehmen Empfindung vermindern, durch Wegschaffung eines Theiles derselben. Den Schmerzen lindern. Herr ich leide Noth, lindre mirs, Es. 38, 14. Eines Sorgen, eines Kummer lindern. Die Strafe, das Urtheil lindern, wofür man doch lieber mildern sagt. Lindernde Arzeneyen, welche die Schmerzen lindern. Im Oberdeutschen sagt man auch, das Wetter lindert sich, für, es wird gelinder, ingleichen, eines Verlangen lindern, es stillen. Wenn Hagedorn singet,
   O Dichtkunst, die das Leben lindert! so drückt Leben hier eigentlich die unangenehmen Vorfälle des Lebens und deren Empfindung aus.
   Daher die Linderung, so wohl active, von der Handlung des Linderns, als auch passive, von der Empfindung eines verminderten Übels. Linderung haben, empfinden. Einem Linderung geben, verschaffen.
   Anm. Im Dän. lindre, Schwed. lindra, Lat. lenire. Siehe Gelinde.
 
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Die Lindigkeit, plur. inus ein noch hin und wieder für Gelindigkeit übliches Wort, welches unter andern auch noch mehrmahls in der Deutschen Bibel vorkommt. S. Adelung Gelindigkeit.
 
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Der Lindwurm, des -es, plur. die -würmer, ein erdichtetes Ungeheuer, welches unter andern in den alten Rittergeschichten noch häufig vorkommt, und als eine Art eines Drachens, oder einer großen vierfüßigen geflügelten Schlange beschrieben wird. Unter den Heiligen der Römischen Kirche wird der Ritter Georg mit einem solchen Drachen oder Lindwurme vorgestellet.
   Anm. In Nieders. Lindworm, Dän. und Schwed. Lindorm, Isländ. Lingormr. Ohne Zweifel von dem noch im Schwed. üblichen linda, winden, wickeln, weil man von dieser Art Schlangen unter andern auch vorgab, daß sie sich in einen Kreis krümme, den Schwanz in das Maul nehme, und auf solche Art sehr geschwinde laufen könne. Bey den ältern Schweden bedeutete daher Linne eine jede Schlange, welches Deutsche Wort damit einerley Bedeutung und Abstammung hat. Da der Lindwurm ein erdichtetes Ungeheuer ist, so darf man sich nicht wundern, wenn ältere Schriftsteller dieses Wort bald von dem Basilisk, bald aber auch von dem Krokodill erkläret haben.
 
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Das Lineāl, des -es, plur. die -e, aus dem Lat. Linea, ein langes dünnes schmales Bret, gerade Linien vermittelst desselben zu ziehen; im gemeinen Leben das Richtscheit, die Regel, im mittlern Lat. Linearium.
 
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-Ling, eine Ableitungssylbe, welche verschiedenen Haupt-, Bey- und Zeitwörtern angehänget wird, Hauptwörter daraus zu bilden.
   1. In einigen bezeichnet es ein Ding, welches dem voran stehenden Hauptworte gleich, angemessen ist. Ein Däumling, eine Bekleidung des Daumes, Fäustling, eine Art Fausthandschuhe, der Fingerling, eine Bekleidung des Fingers, der Füßling, eine Bekleidung der untern Füße, Beinling u. s. f. In dieser Bedeutung scheinet es aus -lich, gleich, entstanden zu seyn, indem das n sich in tausend andern Fällen neben den Hauch- und Gaumenlauten einschleicht.
   2. Am häufigsten und allgemeinsten bedeutet es ein Individuum, ein Subject, von der Art, wie die erste Hälfte des Wortes es bestimmet, es sey nun eine Person, oder eine Sache. Diejenigen Wörter; welches das -ling an sich nehmen können, sind,
   1) Hauptwörter. Ästling, ein junger Vogel, der nur noch auf den Ästen herum hüpfet. Gründlinge, Fische, welche sich auf dem Grunde aufhalten. Jährling, ein Thier von einem Jahre, oder von diesem Jahre. Nachkömmling, ein Nachkomme. Nestling, ein Vogel, der noch im Neste ist. Hänfling, ein Ding oder Vogel, welcher sich vom Hanfe nähret, wenn es hier nicht das Nieders. Lünke, Sperling, ist, S. Adelung Hänfling.

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Kümmerling, im Oberd. eine Gurke. Kämmerling, im mittlern Lat. Camarlingus, Cambellanus, Ital. Camerlingo, Franz. Chambellain. Höfling, ein Hofbedienter. Häusling, der zur Miethe in einem Hause wohnet. So auch Schilling, Flüchtling, Günstling, Häuptling, Brötling, Silberling, Pfifferling, u. a. m.
   2) Zeitwörter, mit Weglassung der Endsylbe, da denn die daraus gebildeten Wörter bald eine thätige, bald aber auch eine leidendliche Bedeutung haben. Findling, ein gefundenes Kind; Säugling, ein saugendes Kind; Sticherling, ein stechendes Ding, ein stechender Fisch; Ankömmling, eine neu angekommene Person; Anschiebling, ein angeschobenes Ding; Bückling, eine Verbeugung; Bückling, ein gebökelter Häring; Hämmerling, ein hämmerndes Ding; Häckerling, ein gehacktes Ding, Häcksel; Dichterling, ein schlechter Dichter; Täufling, eine Person, welche getauft werden soll, oder vor kurzem getauft worden; Lehrling, der gelehret wird; Brätling, ein zum Braten bestimmtes Ding; Schößling, ein aufgeschossenes Reis u. s. f. In Fröstling, Frömmling, Klügling, Witzling u. s. f. welche von Verbis auf -eln, wie frösteln, frömmeln, klügeln, witzeln abgeleitet sind, ist es die Sylbe -ing, und nicht -ling, und da rühret auch die verächtliche Nebenbedeutung von dem Verbo, und nicht von der Ableitungssylbe her.
   3) Zahl- und Nebenwörter. Erstling, das erste Ding seiner Art; Zwilling, ein Ding, welches nebst noch einem andern zugleich kommt; Dreyling, ein Ding von drey Theilen oder Einheiten, eine Münze, welche drey Pfennige gilt; Vierling, Sechsling, eine Münze von vier, von sechs Pfennigen, ein Vierer, ein Sechser; Fremdling, ein fremdes Ding, eine fremde Person; Neuling, der in einer Sache neu ist; Jüngling, ein junger Mensch; Zärtling, eine der Empfindung nach zarte, oder verzärtelte Person, vielleicht auch von dem Verbo zärteln; Spätling, ein Ding, welches spät im Jahre gegenwärtig wird, so wohl von Thieren als Früchten, im Gegensatze eines Frühlinges, welches über dieß noch die frühe Jahreszeit bedeutet; Herling, ein herbes oder hartes Ding; Kränkling, Siechling, ein kränklicher, siecher Mensch; Wüstling, ein wüster Mensch; Wildling, eine wilde Frucht, ein wildes Gewächs; Hälberling, eine Münze, welche die Hälfte einer andern gilt; Dürrling, ein dürrer Mensch; Grünling, eine Art Grünspechte; Kärgling, ein karger Mensch; Sonderling, eine besondere Person u. s. f.
   Die Rothwälsche Diebessprache ist besonders reich an dergleichen Hauptwörtern. Langling ist daselbst eine Bratwurst, Längling ein Strick, Krachling eine Nuß, Knerling ein Stiesel, Fletterling eine Taube, Flößling ein Fisch, Fünkling das Feuer, Fürling eine Schürze, Oberd. Fürtuch, Feling ein Kramer, von feil, Derling ein Würfel, Dirling oder Zwieling das Auge, Gelbling der Weitzen, Gitzling ein Stück Brot, Griffling die Hand oder ein Handschuh, Grünling ein Garten oder Wiese, Härling das Haar, Härtling ein Messer, Hitzling der Ofen, Bretling ein Tisch, Blechling ein Kreuzer, Klapperling ein Pantoffel, Leißling das Ohr, Rauling und Schreyling ein Kind, Reiling eine Sau, Rumpfling Senf, Schalerling eine weiße Rübe, Schäberling eine gelbe Rübe, Scheinling das Auge oder Fenster, Spältling ein Häller, Sperrling ein Knebel, Spitzling der Hafer, Stichling ein Schneider, Stilling vielleicht Stiehlling eine Birn, Strafling ein Strumpf, Süßling das Honig, Tritlling der Schuh, Weitling die Beinkleider u. s. f.
   Aus allen bey dieser ganzen zweyten Bedeutung angeführten Wörtern erhellet, daß -ling denselben die Bedeutung eines Individui,

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eines einzelnen Dinges, von welchem etwas gesagt wird, gibt, und daß es in dieser Bedeutung mit den Ableitungssylben -ing, -ich, -rich, -ickel, -er, -el und -ert überein komme. Die Abstammung ist noch dunkel. Die meisten Sprachlehrer und Sprachforscher kennen das ling nur allein unter der verkleinernden Bedeutung, welche doch unerweislich ist, und halten alle übrigen für eine Figur derselben. Allein man siehet gar bald, daß sie diese Sylbe und die Wörter, worin sie vorkommt, gar nicht untersucht haben. Vielleicht stammet sie gleichfalls von der Sylbe -lich, oder gleich ab, ein der ersten Hälfte der Zusammensetzung ähnliches Ding zu bedeuten, denn ehedem wurde diese Sylbe auch häufig gebraucht, Hauptwörter zu bilden. Die gleichlautende Ableitungssylbe -ing könnte alsdann auf ähnliche Art aus -ich oder -ig entstanden seyn. An das eingeschobene n darf man sich nicht stoßen, weil dieses in so vielen andern Fällen ein Anhang nieselnder Mundarten ist, und das folgende -lings ist unstreitig aus -lichs oder -lich geworden. Wachter, Frisch und andere legen dieser Sylbe noch verschiedene andere Bedeutungen bey, die sie doch wirklich nicht hat. So soll sie in Erstling, Zwilling, Dreyling, Vierling, Sechsling u. s. f. etwas bedeuten, das kleiner als das Ganze ist; in Ankömmling, Einkömmling u. s. f. einen Gegensatz; in Jährling, Jüngling, Gründling, Findling u. s. f. ein kleines oder junges Thier. Allein sie haben die angeführten Wörter theils nicht einmahl recht verstanden, theils aber auch die Bedeutung des Hauptwortes der Zusammensetzung mit in die Bestimmung der Ableitungssylbe gebracht. Ling bedeutet weiter nichts als ein Subject, ein Individuum, welches seine Bestimmung theils durch das Wort, dem es angehänget wird, theils aber auch durch den bloßen Gebrauch erhält. Denn daß Säugling nicht auch von einem saugenden Thiere, Findling nicht auch von einem gefundenen Schatze, Jüngling nicht auch von einem jungen Mädchen oder Thiere, Häckerling nicht auch von gehackten Speisen üblich ist, daran ist bloß der Gebrauch Schuld. Indessen lässet sich beweisen, daß unsere Ableitungssylbe oft auch -lein gelautet hat. Ein Weichling heißt bey dem Hornegk Wächelein, ein Fingerling, Vingerlein u. s. f. Alle Wörter auf -ling sind männlichen Geschlechtes, auch wenn sie Personen oder Sachen weiblichen Geschlechtes bezeichnen, in welchem Falle sie niemahls die weibliche Endung -inn annehmen. Ein Findling bedeutet so wohl einen gefundenen Knaben, als ein gefundenes Mädchen, der Liebling so wohl eine geliebte Person männlichen, als weiblichen Geschlechtes. In einer Österreichischen Urkunde des 15ten Jahrhundertes wird eine Erbinn ausdrücklich ein Erbling genannt.
   Diese Sylbe ist alt und in allen Deutschen Mundarten, so wie in der Angelsächsischen anzutreffen. Mit Beobachtung der genauesten Analogie lassen sich vermittelst derselben noch jetzt Wörter bilden, und selbst viele der oben angeführten Beyspiele sind neu und den vorigen Zeiten unbekannt.
 
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Lingen, das Zeitwort, S. Adelung Gelingen.
 
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Lings, eine Endsylbe einiger Nebenwörter, welche doch nur im gemeinen Leben üblich sind. Jähling oder jählings, auf eine jähe, unvermuthet schnelle Art; blindlings, blinder Weise, mit verbundenen oder verschlossenen Augen; rücklings, rückwärts. Im Oberdeutschen sagt man auch rittlings, reitend, zu Pferde, schrittlings, im Schritte gehend, sitzlings, sitzend, mündlings, für mündlich u. s. f. Hier ist es wohl ausgemacht, daß die Ableitungssylbe aus der adverbischen Endung -lich durch Einschiebung des nieselnden n und Anhängung des adverbischen s entstanden ist. Jählings stehet für jählich, wie mündlings für mündlich.

[Bd. 2, Sp. 2075]



 
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Die Līnie, (dreysylbig,) plur. die -n, überhaupt, eine jede Ausdehnung in die Länge, wo doch dieses Wort in verschiedenen Einschränkungen üblich ist. 1. In der Mathematik ist es eine Ausdehnung in die Länge ohne Breite und Dicke, oder welche doch ohne Breite und Dicke gedacht wird. Besonders eine sichtbare Länge dieser Art, so wohl als die äußerste Gränze einer Fläche betrachtet, als auch an und für sich allein, eine gezeichnete Linie; im gemeinen Leben zuweilen auch ein Strich. Eine gerade Linie. Eine krumme Linie. Eine Linie ziehen, eine gerade Linie vermittelst des Lineales. Eine Zirkellinie, welche in allen Puncten gleich weit von dem Mittelpuncte entfernt ist. Eine Schlangenlinie, Eyerlinie u. s. f. Die Grundlinie, worauf eine Fläche stehet. In der Mathematik, Geographie und den verwandten Wissenschaften gibt es sehr viele Arten von Linien. Im engsten Verstande heißt in der Seefahrt der Äquator die Linie. Die Linie passiren, durch diejenige Gegend des Weltmeeres segeln, in welche in der Erdbeschreibung der Äquator gesetzt wird. 2. In engerer Bedeutung wird die äußerste Gränze mehrerer der Länge nach neben einander befindlicher Dinge eine Linie genannt. Die Häuser stehen in gerader Linie neben einander. Auch die der Länge nach neben einander befindlichen Dinge Einer Art bekommen zuweilen den Nahmen der Linie. So werden die neben einander stehenden Wörter eine Linie genannt, welche sonst auch eine Zeile heißen. Auch die in zwey oder drey Gliedern neben einander stehenden Soldaten, ingleichen die in einer Schlachtordnung neben oder hinter einander gestellten Schiffe heißen eine Linie. Linie machen, sich in die Ordnung zum Gefechte stellen. Daher ist ein Schiff von der Linie, oder ein Linienschiff, ein Schiff, welches groß und stark genug ist, um mit in die Linie zum Gefechte gestellet zu werden, wozu wenigstens ein Schiff von funfzig Kanonen erfordert wird. In noch engerer Bedeutung bedeutet es zuweilen so viel als eine gerade Linie; die Reihe. Die Bäume stehen alle in Einer Linie. Die Häuser alle nach der Linie bauen. Dahin gehöret auch die in den Geschlechts-Registern übliche Bedeutung die auf- und neben einander folgenden Abkömmlinge von einem gemeinschaftlichen Stammvater zu bezeichnen; die Geschlechtslinie. In gerader Linie von jemanden abstammen. Die aufsteigende Linie, absteigende Linie, Seitenlinie, Nebenlinie u. s. f. 3. Führen auch verschiedene lange Körper oder körperliche Dinge den Nahmen der Linien. 1) In der Physiognomie und Chiromantie werden die Falten im Gesichte und an den Händen Linien genannt. 2) In dem Festungsbaue sind die Linien in die Länge sich erstreckende Brustwehren mit Gräben. Dahin gehören die Circumvallations-Linien, die Communications-Linien, die Contravallations-Linien u. s. f. 3) Auch ein langes dünnes Seil, welches im gemeinen Leben unter dem Nahmen einer Leine bekannt ist, besonders das Lenkseil, wird in der anständigern Sprechart oft eine Linie genannt. Endlich, 4. ist die Linie auch ein Längenmaß der kleinsten Art, indem es den zehenten Theil eines Zolles ausmacht, der von andern ein Gran genannt wir.
   Anm. Dieses Wort ist freylich zunächst aus dem Lat. Linea entlehnet, allein auch dieses kann seine Verwandtschaft mit unserm Leine, Lang u. s. f. nicht verläugnen.
 
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Das Linienblatt, des -es, plur. die -blätter, ein Blatt Papier, worauf mit Dinte starke Linien gezogen sind, und welches man unter dasjenige Blatt legt, worauf man schreiben will, um im Schreiben gerade Zeilen zu machen.

 

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