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Lichtgêlb bis Lichtmêsse (Bd. 2, Sp. 2053 bis 2054)
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Artikelverweis  Lichtgêlb, adj. et adv. welches im gemeinen Leben für hellgelb üblich ist. S. das Beywort Licht, 2. 1).
 
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Lichtgrau, adj. et adv. hellgrau, im gemeinen Leben. So auch lichtgrün. S. das Beywort Licht, 2. 1).
 
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Das Lichtholz, des -es, plur. die -hölzer. 1) Das Föhren- und Büchenholz, so fern daraus Späne gemacht werden, deren sich die Landleute anstatt der Lichter bedienen; ohne Plural, außer wenn es solche Späne selbst bedeutet. 2) Im Forstwesen werden die Laubhölzer Lichthölzer oder vielmehr lichte Hölzer genannt, zum Unterschiede von den Schwarzhölzern. S. das Beywort Licht, 2. 3).
 
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Der Lichthut, des -es, plur. die -hüte, ein blecherner hohler Kegel, in Gestalt der ehemahligen üblichen spitzigen Hüte, das Licht damit auszulöschen.
 
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Die Lichtkammer, plur. die -n, eine Kammer, worin man die Wachs- oder Unschlittlichter zu verwahren pflegt. An den Höfen schließt dieser Ausdruck zugleich die zur Aufsicht über die Lichter bestellten Personen mit ein, worunter der Lichtkämmerer der vornehmste ist, der den Lichtkammerschreiber oder Lichtschreiber, Reiselichtschreiber u. s. f. unter sich hat.
 
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Der Lichtknêcht, des -es, plur. die -e, ein oben mit Stacheln versehenes Werkzeug, welches in die Dille des Leuchters gesetzt wird, die kurzen Enden der Lichter darauf zu stecken, um sie völlig auszubrennen; der Lichtstecher. Im gemeinen Leben Niedersachsens ein Profiter, weil er Profit, d. i. Ersparniß des Lichtes, bringet, ingleichen Spaarendken.
 
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Der Lichtkorb, des -es, plur. die -körbe, in der Haushaltung, ein länglich runder geflochtener Korb, die Taglichter darin zu verwahren.
 
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Das Lichtlóch, des -es, plur. die -lcher, ein Loch, Licht dadurch in einen dunkeln Ort zu bringen. In dem Bergbaue

[Bd. 2, Sp. 2054]


führen die Schächte, durch welche Licht in die Stollen fällt, diesen Nahmen; das Lichtschacht.
 
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Die Lichtmasse, plur. die -n, eine Masse von Licht oder Lichtstrahlen, d. i. eine große Menge derselben. In der Mahlerey werden die sehr hell gemahlten Stellen, welche vieles Licht zurück werfen, Lichtmassen genannt; zum Unterschiede von den Schattenmassen. S. Adelung Masse.
 
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Die Lichtmaterie, plur. inus. diejenige Materie, oder das körperliche Wesen, welches eigentlich das Licht ausmacht. Nach der Lichtmaterie ist die Luft das feinste körperliche Wesen.
 
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Die Lichtmêsse, plur. die -n, eine alte noch sehr übliche Benennung des Festes der Reinigung Mariä, welches auf den 2ten Febr. fällt. Im Schwabenspiegel Licht messe, im Engl. Candlemass, im Franz. Chandeluse, Chandeleure, im mittlern Lat. Candelaria. Es hat den Nahmen von den Kerzen oder Lichtern, welche in der Römischen Kirche an diesem Tage geweihet werden, und mit welchen die Prozession gehalten wird; daher dieses Fest auch mehrmahls die Lichtweihe, die Kerzenweihe genannt wird. Messe bedeutete in den mittlern Zeiten sehr häufig auch das Fest eines Heiligen, wie aus des Du Fresne Glossario erhellet. Papst Gelasius soll dieses Fest anstatt der heidnischen Lapercalien eingeführet haben.

 

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