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Lichtflêchte bis Lichtknêcht (Bd. 2, Sp. 2053)
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Artikelverweis Die Lichtflêchte, plur. inus. in der Kräuterkunde, eine Art Flechte, welche an den Wänden, Mauern und Baumstämmen wächset, und mit welcher die Schwedischen Landleute ihre Talglichter gelb färben, wovon sie auch den Nahmen hat; Lichen candelarius L. Lichtmos.
 
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Die Lichtform, plur. die -en, Formen von Glas oder Metall, Lichter darein zu gießen. Auch das Gefäß, worein bey dem Lichtziehen der geschmolzene Talg gegossen wird, führet den Nahmen der Lichtform.
 
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Der Lichtfuchs, des -es, plur. die -füchse, ein Fuchs, d. i. röthliches Pferd von einer hellen Farbe; ein Hellfuchs, zum Unterschiede von einem Rothfuchse. Zuweilen pflegt man auch die Rothfüchse, wenn sie einen weißen Schwanz, Schopf und Mähne haben, Lichtfüchse zu nennen.
 
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Die Lichtgans, plur. die -gänse, S. Adelung Lichtbraten.
 
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Das Lichtgarn, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, Garn, welches zu den Dochten der Lichter gebraucht wird, oder bestimmt ist; Dochtgarn.
 
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Lichtgêlb, adj. et adv. welches im gemeinen Leben für hellgelb üblich ist. S. das Beywort Licht, 2. 1).
 
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Lichtgrau, adj. et adv. hellgrau, im gemeinen Leben. So auch lichtgrün. S. das Beywort Licht, 2. 1).
 
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Das Lichtholz, des -es, plur. die -hölzer. 1) Das Föhren- und Büchenholz, so fern daraus Späne gemacht werden, deren sich die Landleute anstatt der Lichter bedienen; ohne Plural, außer wenn es solche Späne selbst bedeutet. 2) Im Forstwesen werden die Laubhölzer Lichthölzer oder vielmehr lichte Hölzer genannt, zum Unterschiede von den Schwarzhölzern. S. das Beywort Licht, 2. 3).
 
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Der Lichthut, des -es, plur. die -hüte, ein blecherner hohler Kegel, in Gestalt der ehemahligen üblichen spitzigen Hüte, das Licht damit auszulöschen.
 
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Die Lichtkammer, plur. die -n, eine Kammer, worin man die Wachs- oder Unschlittlichter zu verwahren pflegt. An den Höfen schließt dieser Ausdruck zugleich die zur Aufsicht über die Lichter bestellten Personen mit ein, worunter der Lichtkämmerer der vornehmste ist, der den Lichtkammerschreiber oder Lichtschreiber, Reiselichtschreiber u. s. f. unter sich hat.
 
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Der Lichtknêcht, des -es, plur. die -e, ein oben mit Stacheln versehenes Werkzeug, welches in die Dille des Leuchters gesetzt wird, die kurzen Enden der Lichter darauf zu stecken, um sie völlig auszubrennen; der Lichtstecher. Im gemeinen Leben Niedersachsens ein Profiter, weil er Profit, d. i. Ersparniß des Lichtes, bringet, ingleichen Spaarendken.

 

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