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Lichtader bis Lichterloh (Bd. 2, Sp. 2052 bis 2053)
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Artikelverweis Die Lichtader, plur. die -n. 1) Die weiße Ader bey dem Wildbret und geschlachteten Thieren, woran das Herz und Geräusch hänget, S. Adelung Licht 2. 2) (b). 2) Bey den Pferden, eine Ader am Kopfe in der Gegend der Schläfe, welche ein Ast der Lungenader ist, und von den Pferdeärzten bey Beschädigungen der Lichter, d. i. der Augen, geöffnet wird; die Kollerader, weil man sie auch im Koller zu schlagen pflegt.
 
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Die Lichtarbeit, plur. die -en, diejenige Arbeit, welche bey einem künstlichen Lichte verrichtet wird, zum Unterschiede von der Tagearbeit. S. Adelung Licht. 1. 1) (b) β).
 
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Der Lichtbaum, des -es, plur. die -bäume, ein Ostindischer und Amerikanischer Baum, dessen schotenartige Früchte die Gestalt eines gezogenen Lichtes haben; Rhizophora Mangle L.
 
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Lichtblau, adj. et adv. für hellblau, im gemeinen Leben, S. das Beywort Licht.
 
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Der Lichtbraten, des -s, plur. ut nom. sing. bey einigen Handwerkern, ein feyerlicher Braten, welcher den Gesellen gegeben wird, wenn sie bey abnehmenden Tagen anfangen, bey Lichte zu arbeiten; die Lichtgans, wenn es eine gebratene Gans ist.
 
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Lichtbraun, adj. et adv. welches für hellbraun im gemeinen Leben üblich ist, S. das Beywort Licht.
 
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Das Lichtbrêt, des -es, plur. die -er, bey den Lichtziehern, durchlöcherte dünne Breter, vermittelst derselben viele Lichter auf Ein Mahl zu ziehen.
 
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1. Lichten, verb. reg. act. welches im Niedersächsischen, besonders in der Seefahrt üblich ist, und von dem Bey- und Nebenworte leicht, Nieders. licht, abstammet. 1) Leichter machen, entlasten. Eine Tonne lichten, sie austrinken, ausleeren. Die Casse lichten, alles Geld heraus nehmen. S. das folgende der Lichter, welches von dieser Bedeutung abstammet. 2) In die Höhe heben, aufheben, von schweren Körpern. Die Anker lichten, sie in die Höhe winden. Lichte! der gewöhnliche Zuruf der Niedersächsischen Fuhrleute an ihre Pferde, wenn sie den Fuß aufheben sollen. Den Protest lichten, in Nieders. Handelsstädten, ihn aufheben. Da es in dieser Bedeutung in vielen Gegenden auch lüften lautet, f und ch aber mehrmahls mit einander verwechselt werden, indem das Nieders. Lucht auch Luft bedeutet, so kann es auch unmittelbar von diesem letztern Worte abstammen, S. Lüften.
   So auch die Lichtung.
 
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2. Lichten, verb. reg. act. welches von dem Worte Licht, lux, abstammet, licht, hell machen. Sein Verstand lichtet sich auf, wird hell, bekommt deutliche und klare Begriffe. Außer welchem zusammen gesetzten Zeitworte es vorzüglich noch im figürlichen Verstande im Forstwesen üblich ist, wo die Wälder durch Ausschlagung der Bäume gelichtet oder ausgelichtet werden.

[Bd. 2, Sp. 2053]


S. das Beywort Licht. Daher die Lichtung, plur. die -en, daselbst auch einen ausgeschlagenen, von dem Oberholze entblößten Platz bedeutet.
 
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Der Lichter, des -s, plur. ut nom. sing. in den Seestädten, kleine Schiffe oder Fahrzeuge, vermittelst deren größere gelichtet, d. i. entladen, werden, besonders in seichten Häfen, wo jene mit voller Ladung nicht würden einlaufen können. Engl. Lighter, Dän. Ligter, im mittlern Lat. Levamentum, Allegium, Franz. Allège, in einigen Oberdeutschen Gegenden ein Leichter, Leichtschiff. S. 1. Lichten 1.
 
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Lichterloh, adv. welches nur im gemeinen Leben üblich, und aus der R. A. mit lichter Lohe zusammen gezogen ist. Das Feuer brennt lichterloh, mit lichter, heller Lohe, d. i. Flamme.

 

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