Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Leinen bis Leinspreu (Bd. 2, Sp. 2018)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Das Leinen, des -s, plur. car. leinenes Garn, ingleichen leinenes Zeug; im gemeinen Leben. Ein Kleid das mit Wolle und Leinen vermengt ist, 3 Mos. 19, 19. Das Leinen bleichen, die Leinwand. Nieders. Linnen.
 
Artikelverweis 
Der Leinenmeister, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Seestädten, z. B. zu Lübeck, eine verpflichtete Person, welche die Segeltücher, die daselbst verfertiget werden, vor ihrer Versendung besichtiget und misset.
 
Artikelverweis 
Der Leinenschießer, des -s, plur. ut nom. sing. bey dem Wallfischfange, ein Matrose, welcher dazu bestellt ist, die Leine an der geschossenen Harpune schießen zu lassen.
 
Artikelverweis 
Der Leinfink, des -en, plur. die -en, in einigen Gegenden, ein Nahme des Flachsfinken, S. dieses Wort und Bluthänfling.
 
Artikelverweis 
Der Leinknoten, des -s, plur. ut nom. sing. die Knoten oder Samenbehältnisse des Leines oder Flachses; Niedersächs. Leinbollen.
 
Artikelverweis 
Das Leinkraut, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme derjenigen Pflanzen, welche am häufigsten Flachskraut genannt werden, und zwar so wohl der Cuscuta, als auch des Antirrhinum Linaria L. S. Adelung Flachskraut. Auch der Purgir-Lein oder Purgir-Flachs, Linum catharticum L. wird in einigen Gegenden kleines Leinkraut genannt.
 
Artikelverweis 
Der Leīnkūchen, des -s, plur. ut nom. sing. in der Landwirthschaft, die in Form eines Kuchens zusammen gebackenen Hülsen, welche in den Öhlmühlen nach heraus gestampftem Öhle von dem Leinsamen übrig bleiben.
 
Artikelverweis 
Der Leinochse, des -n, plur. die -n, derjenige Ochse, welcher zur rechten Hand an dem Pfluge gehet, weil er mit der Leine regieret wird; zum Unterschiede von dem Handochsen.
 
Artikelverweis 
Das Leinöhl, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, Öhl, welches aus dem Leinsamen geschlagen, d. i. gestampfet, ist.
 
Artikelverweis 
Der Leinsamen, des -s, plur. inus. der Samen des Leines, d. i. Flachses, welcher auch nur schlechthin der Lein genannt wird, Nieders. Lien, Liensaat, im Osnabrück. Werkensaat.
 
Artikelverweis 
Die Leinspreu, plur. inus. die Spreu von den ausgedroschenen oder ausgefallenen Leinknoten; Nieders. Lienkaff, wovon die Obersachsen ihr Leinkaben in eben dieser Bedeutung gebildet haben.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: