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Leibhênne bis Leibkürschner (Bd. 2, Sp. 1996 bis 1997)
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Artikelverweis Die Leibhênne, plur. die -n, S. Adelung Leibgeld.
 
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Der Leibhêrr, des -en, plur. die -en, der Eigenthumsherr eines Leibeigenen, der Herr in Ansehung seiner Leibeigenen.
 
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Die Leibhêtze, plur. die -n, im Jagdwesen, die zu einer Hetze gehörigen Hetzhunde, welche der Herr der Jagd zur Sauhetze für sich behält, und sie in seiner Gegenwart los hetzen lässet. S. Adelung Leib. 3. 3).
 
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Das Leibhuhn, des -es, plur. die -hühner, S. Adelung Leibgeld.
 
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Der Leibhund, des -es, plur. die -e, ein Hund, welchen ein vornehmer Herr beständig um seine Person hat, zum Unterschiede von einem Kammerhunde. Auch ein Hund, welchem man vorzüglich gewogen ist. S. Adelung Leib, 3. 3).
 
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* Leibig, -er, -ste, adj. et adv. welches nur im gemeinen Leben so wohl von Thieren als Menschen gebraucht wird, gut bey Leibe, mit Fett und Fleische wohl versehen, fleischig. In ableibig, im Oberdeutschen für todt, hartleibig, u. s. f. hat es andere Bedeutungen.
 
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Der Leibjäger, des -s, plur. ut nom. sing. ein Jäger, welcher bey der Jagd beständig um die Person eines vornehmen Herren ist, der Leibschütz; zum Unterschiede von einem bloßen Hofjäger oder Hofschützen.
 
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Der Leibknêcht, des -es, plur. die -e, an den Höfen, ein Knecht in dem Reitstalle, welcher die Leibpferde des Herren in seiner Aufsicht hat; zum Unterschiede von den Sattelknechten.
 
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Die Leibkräuserinn, plur. die -en, eben daselbst, eine Hofbediente, welche die Manschetten und andere Krausen des Herren oder seiner Gemahlinn in ihrer Besorgung hat, und welche

[Bd. 2, Sp. 1997]


nach einer verderbten Aussprache an manchen Höfen die Leibgrößerinn genannt wird.
 
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Der Lēibkūchen, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, z. B. in Preußen, ein rundes aus feinem Weitzenmehle gebackenes Brot, welches an dem Neujahrstage gebacken und verkauft oder verschenkt wird. Da man nach einem alten Aberglauben die Nahmen der Personen, an welche man diese Brote verschenken will, vor dem Backen auf dieselben aufkleben lässet, und dann glaubt, daß derjenige in diesem Jahre sterben werde, dessen Kuchen geborsten ist, so scheinet hier Leib entweder die Person oder auch das Leben zu bedeuten, wenn es nicht vielmehr das alte Leib, Brot, ist, einen Brotkuchen damit zu bezeichnen. S. Adelung Leib 1.
 
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Der Leibkürschner, des -s, plur. ut nom. sing. an den Höfen, ein Kürschner, welcher allein die Kürschnerwaaren des Herren und seiner Gemahlinn besorgt; zum Unterschiede von dem Hofkürschner.

 

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