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Leibesgaben bis Leibfarbe (Bd. 2, Sp. 1994 bis 1995)
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Artikelverweis Die Leibesgaben, sing. inus. Gaben, d. i. Fähigkeiten, des Leibes; zum Unterschiede von den Gemüths- oder Geistesgaben.
 
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Die Leibesgefahr, plur. die -en, ein vorzüglich in dem zusammen gesetzten Leib- und Lebensgefahr üblicher Ausdruck, eine Gefahr zu bezeichnen, von welcher so wohl der unverletzte Zustand des Leibes als auch das Leben selbst bedrohet wird. In Leib- und Lebensgefahr gerathen.
 
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Die Leibesgestalt, plur. die -en, die Gestalt des Leibes oder Körpers.
 
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Die Leibeslänge, plur. die -n, die Länge des Leibes oder Körpers.
 
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* Leibeslében, ein nur in den gemeinen Sprecharten mit dem Vorworte bey übliches Wort. Die so genannten Großen werden oft noch bey Leibesleben wieder kleiner, wie der Körper alter Leute, Hermes; d. i. in ihrem gegenwärtigen Leben.
 
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Die Leibespflêge, plur. inus. die Pflege oder Wartung des Leibes.

[Bd. 2, Sp. 1995]



 
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Die Leibessorge, plur. inus. die Sorge für die Wohlfahrt des Leibes.
 
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Die Leibesstrafe, plur. die -n, eine Strafe, welche unmittelbar an dem Leibe oder Körper, durch Verursachung körperlicher Schmerzen vollzogen wird; zum Unterschiede von der Geldstrafe und Lebensstrafe. Etwas bey Leibesstrafe verbiethen. In dem zusammen gesetzten Leib- und Lebensstrafe, scheinet es die veraltete Bedeutung des Lebens zu haben, so daß das hinzu gefügte Leben dem erstern nur zur Erklärung dienet.
 
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Die Leibesübung, plur. die -en, eine Übung der Glieder und Fähigkeiten des Leibes, d. i. des Körpers.
 
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Der Leibfall, des -es, plur. die -fälle, in einigen Gegenden, derjenige Fall, d. i. Umstand, da das Gut eines Leibeigenen nach dessen Tode an den Eigenthumsherren zurück fällt; der Hauptfall. Daher leibfällige Güter, welche nach dem Tode des Inhabers an den Eigenthumsherren zurück fallen, und welche an andern Orten Schupflehen und Fallgüter genannt werden.
 
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Die Leibfarbe, plur. die -n. 1) Eine Farbe, welcher man vorzüglich geneigt ist, oder in welcher ein Ding am häufigsten erscheinet. Roth ist meine Leibfarbe. Es ist doch in der ganzen Natur nichts so reitzendes als ein artiges Mädchen, das noch die Leibfarbe der Unschuld nicht verloren hat, Weiße. Die grüne Farbe ist die Leibfarbe des Vergnügens und der Freude. 2) Die natürliche Farbe des nackten menschlichen Leibes in seinem blühendsten Zustande, welche ein mit sehr wenig Roth vermischtes Weiß ist; die Fleischfarbe, Franz. Incarnat. Daher das Bey- und Nebenwort leibfarben oder leibfarbig, diese Farbe habend.

 

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