Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Leibesfrucht bis Leibfall (Bd. 2, Sp. 1994 bis 1995)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Die Leibesfrucht, plur. inus. S. Adelung Leibesbürde. In weiterer Bedeutung, auch ein jedes Kind, so fern man dasselbe als eine Frucht seines Leibes betrachtet. Kinder sind eine Gabe des Herren, und Leibesfrucht ist ein Geschenk. Ps. 127, 3.
 
Artikelverweis 
Die Leibesgaben, sing. inus. Gaben, d. i. Fähigkeiten, des Leibes; zum Unterschiede von den Gemüths- oder Geistesgaben.
 
Artikelverweis 
Die Leibesgefahr, plur. die -en, ein vorzüglich in dem zusammen gesetzten Leib- und Lebensgefahr üblicher Ausdruck, eine Gefahr zu bezeichnen, von welcher so wohl der unverletzte Zustand des Leibes als auch das Leben selbst bedrohet wird. In Leib- und Lebensgefahr gerathen.
 
Artikelverweis 
Die Leibesgestalt, plur. die -en, die Gestalt des Leibes oder Körpers.
 
Artikelverweis 
Die Leibeslänge, plur. die -n, die Länge des Leibes oder Körpers.
 
Artikelverweis 
* Leibeslében, ein nur in den gemeinen Sprecharten mit dem Vorworte bey übliches Wort. Die so genannten Großen werden oft noch bey Leibesleben wieder kleiner, wie der Körper alter Leute, Hermes; d. i. in ihrem gegenwärtigen Leben.
 
Artikelverweis 
Die Leibespflêge, plur. inus. die Pflege oder Wartung des Leibes.

[Bd. 2, Sp. 1995]



 
Artikelverweis 
Die Leibessorge, plur. inus. die Sorge für die Wohlfahrt des Leibes.
 
Artikelverweis 
Die Leibesstrafe, plur. die -n, eine Strafe, welche unmittelbar an dem Leibe oder Körper, durch Verursachung körperlicher Schmerzen vollzogen wird; zum Unterschiede von der Geldstrafe und Lebensstrafe. Etwas bey Leibesstrafe verbiethen. In dem zusammen gesetzten Leib- und Lebensstrafe, scheinet es die veraltete Bedeutung des Lebens zu haben, so daß das hinzu gefügte Leben dem erstern nur zur Erklärung dienet.
 
Artikelverweis 
Die Leibesübung, plur. die -en, eine Übung der Glieder und Fähigkeiten des Leibes, d. i. des Körpers.
 
Artikelverweis 
Der Leibfall, des -es, plur. die -fälle, in einigen Gegenden, derjenige Fall, d. i. Umstand, da das Gut eines Leibeigenen nach dessen Tode an den Eigenthumsherren zurück fällt; der Hauptfall. Daher leibfällige Güter, welche nach dem Tode des Inhabers an den Eigenthumsherren zurück fallen, und welche an andern Orten Schupflehen und Fallgüter genannt werden.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: