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Leibdienst bis Leibesfrucht (Bd. 2, Sp. 1993 bis 1994)
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Artikelverweis Der Leibdienst, des -es, plur. die -e, Frohndienste, welche ein Fröhner allein mit seiner eigenen Person verrichtet, und

[Bd. 2, Sp. 1994]


wozu die Hand- und Fußdienste gehören; Leibfrohnen, zum Unterschiede von den Spanndiensten.
 
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Leibeigen, adj. et adv. mit seinem Leibe, d. i. mit seiner Person, einem andern als ein Eigenthum gehörig, im Gegensatze des frey; im Oberdeutschen eigen, im Osnabrück. eigenbehörig, in andern Gegenden leibesangehörig. Leibeigene Unterthanen haben. Ein leibeigener Knecht. Ein Leibeigener. Jemanden leibeigen machen. Da die Leibeigenschaft sehr vieler Grade fähig ist, so wird auch dieses Wort in manchen Einschränkungen gebraucht. Leibeigene, welche der willkührlichen Gewalt eines andern unterworfen sind, heißen Sclaven, ehedem Knechte. In manchen Gegenden haftet die Leibeigenschaft so wohl auf den Personen, als Gütern; in manchen nur auf den Personen, und in manchen nur auf den Gütern allein.
 
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Die Leibeigenschaft, plur. inus. der Zustand, da jemand leibeigen, d. i. für seine Person, und oft auch für seine Güter, ein Eigenthum eines andern ist; im Schwabensp. die Eigenschaft.
 
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Das Leibeigenthum, des -es, plur. inus. das Eigenthumsrecht über den Leib, d. i. die Person, eines andern, das Recht über einen Leibeigenen.
 
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* Leiben, verb. reg. neutr. welches nur in einigen Ausdrücken des gemeinen Lebens üblich ist. Wie er leibt und lebt, wie er gestaltet ist und sich beweget, natürlich als wenn er lebte. Was wohl leibet, das seelet übel, was dem Leibe angenehm scheinet, ist oft der Seele schädlich. In dem Oberdeutschen ableiben, wo es sterben bedeutet, ist es das veraltete leiben, leben.
 
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Die Leibesbeschaffenheit, plur. die -en, die Beschaffenheit des Leibes oder Körpers eines Menschen in Ansehung seiner Gesundheit oder Stärke; die Constitution. Von guter, dauerhafter, starker Leibesbeschaffenheit seyn.
 
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Die Leibesbürde, plur. die -n, in der anständigern Sprechart, besonders in der Kanzelsprache, ein Kind, mit welchem eine Frau schwanger gehet; in einer andern Beziehung die Leibesfrucht. Von der Leibesbürde entbunden werden.
 
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Die Lēib-Escadrōn, plur. die -en, S. Adelung Leib-Compagnie.
 
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Der Leibesêrbe, des -n, plur. die -n, eine Erbe, welchen jemand selbst erzeuget hat, und in weiterer Bedeutung, ein Allodial-Erbe, so fern von einem Lehenserben verschieden ist.
 
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Der Leibesfêhler, des -s, plur. ut nom. sing. ein Fehler oder Mangel an dem Leibe oder Körper, im Gegensatze eines Fehlers an der Seele oder dem Gemüthe.
 
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Die Leibesfrucht, plur. inus. S. Adelung Leibesbürde. In weiterer Bedeutung, auch ein jedes Kind, so fern man dasselbe als eine Frucht seines Leibes betrachtet. Kinder sind eine Gabe des Herren, und Leibesfrucht ist ein Geschenk. Ps. 127, 3.

 

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