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Lehrfrau bis Lehrknêcht (Bd. 2, Sp. 1987 bis 1989)
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Artikelverweis Die Lehrfrau, plur. die -en, S. Adelung Lehrherr.
 
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Das Lehrgebäude, des -s, plur. ut nom. sing. in den Wissenschaften, ein Zusammenhang von Lehren oder Wahrheiten von einerley Art und Einrichtung; mit einem Griechischen Kunstworte ein System.
 
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Das Lehrgedicht, des -es, plur. die -e, ein Gedicht, dessen vornehmster Endzweck ist, zu lehren oder zu unterrichten.
 
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Das Lehrgêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er. 1) Eigentlich, dasjenige Geld, welches man einem Lehrer für den Unterricht bezahlet; wo es doch nur am häufigsten bey den Handwerkern und andern Zunftverwandten

[Bd. 2, Sp. 1989]


üblich ist, das Geld für den Unterricht eines Lehrlinges zu bezeichnen. 2) Figürlich, Lehrgeld geben, mit Schaden klug werden.
 
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* Lehrhaft, adj. et adv. welches aber im Hochdeutschen veraltet ist. 1) Geschickt, andere zu lehren. 1 Tim. 3, 2; 2 Tim. 2, 24. 2) Lehrreich. Ein lehrhafter Spruch.
 
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Der Lehrhäuer, des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, ein Häuer, welcher das Häuerwerk noch lernet; ein Lehrling unter den Häuern.
 
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Der Lehrhêrr, des -en, plur. die -en, ein bey den Handwerkern und andern Zunftgenossen in der anständigen Sprechart übliches Wort, den Meister, Künstler oder Kaufmann in Ansehung des Lehrlings und im Gegensatze desselben zu bezeichnen. Dessen Gattinn, die Lehrfrau. Bey den Jägern, Trompetern, und an einigen Orten auch bey den Barbieren wird er der Lehrprinz, Lehr-Prinzipal, bey den Handwerkern aber im gemeinen Leben der Meister genannt.
 
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Das Lehrjahr, des -es, plur. die -e, bey den Handwerkern und andern Zunftverwandten, diejenigen Jahre, welche ein Lehrling in der Lehre ist.
 
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Der Lehrjunge, des -n, plur. die -n, S. Adelung Lehrling.
 
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Der Lehrjünger, des -s, plur. ut nom. sing. S. eben daselbst.
 
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Der Lehrknêcht, des -es, plur. die -e, ein Lehrling bey verschiedenen Handwerkern und Lebensarten. So werden die Lehrlinge der Fleischer und der Flußschiffer einiger Gegenden Lehrknechte genannt.

 

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