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Lehrbegriff bis Lehrfrau (Bd. 2, Sp. 1984 bis 1987)
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Artikelverweis Der Lehrbegriff, des -es, plur. die -e, der ganze Umfang, und in engerer Bedeutung, ein kurzer Begriff einer Lehre, d. i. der Wahrheiten Einer Art. Besonders der ganze Umfang der Glaubenswahrheiten. Der evangelische, socinianische, Römisch- katholische Lehrbegriff, u. s. f.
 
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Der Lehrbogen, des -s, plur. die -bögen, S. Adelung Lehre 1.
 
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Der Lehrbraten, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Handwerkern, ein Schmaus, welchen die Lehrlinge geben, wenn sie ausgelernet haben, oder Gesellen werden; das Lehressen.
 
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Der Lehrbrief, des -es, plur. die -e, bey den Handwerkern und andern Zunftgenossen, ein Brief, d. i. eine schriftliche Urkunde, daß ein Lehrling sein Handwerk, oder seine Kunst gehörig erlernet habe, welches Zeugniß er bey seiner Lossprechung nach geendigten Lehrjahren erhält. Bey den Jägern wird es ein Lehrabschied genannt.
 
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Das Lehrbūch, des -es, plur. die -bücher, ein Buch, worin eine Wissenschaft oder Kunst gelehret wird.
 
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Der Lehrbursch, des -en, plur. die -en, bey den Handwerkern und andern Zunftgenossen, ein Bursch, d. i. junger Mensch, so lange er noch in der Lehre stehet, noch die Anfangsgründe des Handwerkes oder der Kunst erlernet; in der niedrigern Sprechart Lehrjunge, in der edlern Lehrling, im Schwabenspiegel Lerenkind. Bey den Jägern wird es in engerer Bedeutung von einem Lehrlinge in dem zweyten Behängen, d. i. in dem zweyten Lehrjahre, gebraucht. Im ersten heißt er Lehrling, Hundsjunge, Jägerjunge, und im dritten Jägerbursch. S. Adelung Lehrling.
 
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Die Lehre, plur. die -n, von dem Zeitworte lehren.
   1. Ein bey verschiedenen Handwerkern und Künstlern übliches Wort, wo es überhaupt ein Modell, Muster, ein Werkzeug, die Größe oder Beschaffenheit eines Dinges zu untersuchen, es darnach zu bestimmen, u. s. f. bedeutet.
   1) Eigentlich. Bey den Feuerwerkern ist die Lehre, das Lehr, das Kugellehr, und verderbt das Kugelöhr, ein eisernes

[Bd. 2, Sp. 1985]


Blech, worin die Größe der Kugeln ausgeschnitten ist, ihren Durchmesser darnach zu bestimmen. Bey den Maurern wird das Bogengerüst, oder das hölzerne Gerüst, Gewölber und Bogen darüber aufzuführen, der Lehrbogen, die Bogenlehre, oder nur die Lehre schlechthin genannt. Bey den Schlössern ist die Lehre bald ein eiserner Stift, bald auch ein Loch, um zu sehen, ob verschiedene Löcher von gleicher Größe sind, oder ob verschiedene Dörner oder Stifte einerley Stärke haben; Franz. Calibre. Bey eben denselben wird auch ein kleines Werkzeug, welches mit der Stellschraube hin und her geschoben werden kann, allerley Öffnungen damit zu messen, und welches die Stelle eines Stangenzirkels vertritt, die Lehre genannt. Ein ähnliches Werkzeug derselben, welches gleichfalls diesen Nahmen führet, dienet dazu, die Röhren in den Schlüsseln zu probieren, ob sie recht gerade sind. Ja alle stählerne Muster, Schilder, Schlüssellöcher und Bleche danach auszuhauen, führen bey ihnen den Nahmen der Lehren. Die Jäger und Fischer nennen das Strickholz oder Strickbret, vermittelst dessen die Maschen gestricket werden, die Lehre. Bey den Seilern ist die Lehre ein Rechen mit kleinen hölzernen Zähnen, zwischen welchen die Spinnfäden geleitet werden. Auch die Bildhauer pflegen ihre Modelle oder Muster Lehren zu nennen. In der Landwirthschaft einiger Gegenden, wird auch der Vorsteckkeil hinten an dem Walterchen, vermittelst dessen die Räder des Pfluges gestellet werden, von einigen die Lehre genannt. In diesem Verstande lautet es bald die Lehre, bald der Leher, und der Lehrer, bald aber auch das Lehr, dagegen es von andern mit zwey e die Leere geschrieben wird. Allein, wer siehet nicht, daß es so wie die folgenden Bedeutungen von dem Zeitworte lehren abstammet? Schon bey dem Kero ist Leera ein Werkzeug, Instrument.
   2) Figürlich, der Zustand eines Dinges, da es der Vorschrift, dem Maße gemäß ist, ohne Plural; in welcher Bedeutung es besonders bey den Müllern üblich ist, bey welchen der Stein in die Lehre gebracht wird, wenn man ihn in das Gleichgewicht bringet. Der Stein liegt in der Lehre, wenn er im Gleichgewichte liegt.
   2. In weiterer Bedeutung.
   1) Der Vortrag einer Wahrheit. (a) Im engsten Verstande, eine Regel des Verhaltens. Jemanden eine gute Lehre geben. Einem allerley gute Lehren beybringen. Das soll mir eine Lehre seyn. Laß dir das zur Lehre dienen. Chrysipps Unglücksfälle sind für uns Lehren vom Himmel. (b) In weiterer Bedeutung, der Vortrag einer Erkenntniß, eine in Worten vorgetragene Wahrheit. Allerley neue Lehren aufbringen. (c) Figürlich, der ganze Umfang oder Zusammenhang aller Vorschriften oder Wahrheiten Einer Art, eine Doctrin; ingleichen ein Buch, welches denselben enthält. Die Glaubenslehre, Tugendlehre oder Sittenlehre, die Arzeneylehre, die Vernunftlehre, Rechtslehre, die Sprachlehre u. s. f. Die Mathematik ist die Lehre von der Größe der Körper. In engerer Bedeutung wird die Glaubenslehre zuweilen nur schlechthin die Lehre genannt. In der Lehre nicht richtig seyn. Die reine Lehre.
   2) Der Zustand, da man lehret, oder gelehret wird; ohne Plural. (a) In einigen Gegenden führet die Katechisation den Nahmen der Kinderlehre. (b) Der Zustand, da man gelehret wird, oder lernet; eine besonders bey den Handwerkern und andern Zunftverwandten übliche Bedeutung. Ein Mensch ist bey allen zünftigen Anstalten so lange in der Lehre, als er die Anfangsgründe eines Handwerkes oder einer Kunst erlernet, bis er los gesprochen oder zum Gesellen erkläret wird. S. Adelung Lehrbursch.

[Bd. 2, Sp. 1986]


Bey einem Meister oder Künstler in der Lehre seyn, ein Handwerk oder eine Kunst bey ihm erlernen. Einen Knaben bey jemanden in die Lehre thun oder geben. Einen Knaben in die Lehre nehmen. Bey einem in der Lehre stehen. Aus der Lehre laufen. Von dem Zustande, wo man in Wissenschaften oder freyen unzünftigen Künsten unterrichtet wird, ist dieses Wort nicht üblich.
   Anm. Schon bey dem Kero Leru, bey dem Ottfried, der es auch für Doctrina gebraucht, Lera, im Isidor Lerunga, im Nieders. Leere, im Angels. Laera, im Engl. Lere, Lerry. S. Adelung Lehren.
 
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Lehren, verb. reg. neutr. et act. welches im ersten Falle das Hülfswort haben erfordert. Es bedeutet,
   1. * Im ersten und eigentlichsten Verstande, ein lautes Getöse machen, besonders schreyen, als ein Neutrum, wo es zugleich eine sinnliche Nachahmung des Geschreyes oder Getöses ist. In dieser Bedeutung ist es im Hochdeutschen veraltet. nur in den gemeinen Sprecharten kommt lören, lehren noch für schreyen, traurig heulen u. s. f. vor. S. Adelung Lärm und Plerren, welche gleichfalls zu dem Geschlechte dieses Wortes gehören.
   2. * In engerm Verstande, mit deutlicher und lauter Stimme her- oder vorsagen; eine gleichfalls veraltete Bedeutung, in welcher ein gelehrter Eid ehedem ein Eid war, welchen man einem andern mit lauter Stimme vorsagte, und welcher auch ein gestabter Eid genannt wurde. S. auch Lesen, welches bey dem Kero noch leran lautet, und bloß durch die nicht ungewöhnliche Verwechselung des r und s aus diesem Worte entstanden ist.
   3. In noch engerer, zum Theil aber auch weiterer Bedeutung, Fertigkeit, Begriffe und Kenntnisse beybringen, zunächst freylich durch mündlichen Vortrag, hernach aber auch auf jede andere Art.
   1) Eigentlich. Der Prediger lehret auf der Kanzel, der Professor auf hohen Schulen. Christus lehrete oft auf den Gassen. Die Sache, welche man lehret, oder in und von welcher man andern Begriffe und Erkenntniß beyzubringen sucht, stehet in der vierten Endung. Die Weltweisheit, die Mathematik, die Arzeneykunst, die Gottesgelehrsamkeit lehren, d. i. ein Geschäft daraus machen, solche andern beyzubringen. Ein Fauler dünket sich weiser, denn sieben, die da Sitten lehren, Sprichw. 26, 16, Ich bins, der Gerechtigkeit lehret, Es. 63, 1. Ingleichen in weiterer und figürlicher Bedeutung. Armuth lehret viel Böses, Sir. 13, 10, gibt Gelegenheit, daß man sich böse Fertigkeiten verschaffet. Kreuz lehret Geduld. Die Erfahrung wird es lehren, es wird sich aus dem Erfolge erkennen lassen. Das lehret die Vernunft, das läßt sich aus der Vernunft erkennen. Statt des Accusativs kann auch ein Zeitwort Statt finden, welches alsdann im bloßen Infinitiv stehet, ohne das Wort zu. Reiten, singen, tanzen lehren, ein Geschäft daraus machen, andern diese Fertigkeit beyzubringen. Ingleichen, in weiterm und figürlichem Verstande. Noth lehrt beten. Anfechtung lehret aufs Wort merken, Es. 28, 19.
   Die Person, welcher man Fertigkeit, Begriffe und Erkenntniß beyzubringen sucht, wird gleichfalls vermittelst der vierten Endung ausgedruckt. Daß sie lehren ihre Kinder, 5 Mos. 22, 11. Kein Lehrer lehret uns mehr, Ps. 74, 9. Lerne vor selbst, ehe du andere lehrest, Sir. 18, 20. Ihr dürft nicht, daß euch jemand lehre, 1 Joh. 2, 27. Welcher Accusativ der Person auch bleibt, wenn der Accusativ der Sache ausdrücklich Statt findet; nach dem Beyspiel der Zeitwörter fragen, heißen, nennen, und bey einigen auch kosten. Thaz ir mih lertut, was

[Bd. 2, Sp. 1987]


ihr mich lehrtet, Ottfried. Lere mich dine rechtunga, Notk. Du lertest mich iz, ebend. Die wil ich alle leren dich, die Winsbeckinn.
   Frowe ir solt mich froeide leren,
   Walther von Klingen. Welche es nicht wissen, die lehret es, Esr. 7, 25. Lehre mich deine Rechte, Ps. 119, 12. Lehret solches eure Kinder, Tob. 4, 11. Er lehret die Elenden seinen Weg, Ps. 25, 9. Er lehrete sie viele Lieder, Geßn. Ältern, die ihre Kinder Weisheit und Sitten von den ersten Jahren an lehren, Gell. Wer lehrt das Auge seine Pflicht? ebend.
   Sein Zorn lehrt ihn die Vorsichtigkeit,
   Gell.
   Sie haben mich heute eine Fabel gelehrt,
   Gell. Ingleichen mit dem Infinitiv, ohne zu. Si sol mich sprechen leren, Heinrich von Veldeck. Leirte sini man arabeiti lidin, Gedicht auf den heil. Anno. Den wolt er leren rechte tun, Winsbeck. Lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, Ps. 143, 10. Ein Kind singen, einen Hund tanzen, einen Vogel pfeifen lehren. Aus Schilf lehrete er sie Flöten machen, Geßn. Man lehre das Kind da vornehmlich erschrecken und sich schämen, wo es die Vernunft am meisten befiehlt, Gell. Lehren sie mich ihre Tugend nachahmen. Er schlichtete ihre kleinen Zwiste, und lehrete sie gütig seyn, Geßn. Nur alsdann, wenn der Infinitiv ein wenig weit hinter dem Zeitworte lehren stehet, ist das zu erträglich und oft nothwendig. Gleich einem ungezähmten Rosse, das noch kein Gebiß des Reiters gelehret hat, seine Schritte mit Vorsicht abzumessen, Dusch.
   Der Knabe den Irin gelehrt,
   Auf jede Schönheit der Natur zu merken,
   Kleist. Dagegen vor dem Zeitworte, und nahe hinter demselben das Wort zu alle Mahl ein Fehler seyn würde.
   Da bey den Zeitwörtern, welche einen bloßen Infinitiv erfordern, dergleichen lassen, heißen, dürfen, können, finden, helfen, hören, mögen, müssen sehen u. s. f. sind, der bloße Infinitiv auch in den zusammen gesetzten Zeiten anstatt des Mittelwortes der vergangenen Zeit stehet, z. B. wer hat dich kommen heißen? für geheißen; ich habe ihn singen hören, für gehöret; so ahmen viele dieses auch mit den Zeitwörtern lehren und lernen nach. Ich habe ihn singen lehren, für gelehrt. Ein Umgang von etlichen Monathen hat mich sie kennen lehren.
   Euch Künstler kann ich leicht entbehren,
   Mich hat die Liebe zeichnen lehren,
   Thümmel. Dagegen andere, und zwar zum Vortheile des Wohlklanges bey diesem Zeitworte, lieber der ordentlichen Regel folgen. Alles hat mich sein Herz kennen gelehret. Ein zwanzigjähriger Ehestand hat mich die Vortrefflichkeit der bösen Männer einsehen gelehrt, Raben.
   Da diejenigen Zeitwörter, welche einen doppelten Accusativ, nehmlich einen der Person und einen der Sache erfordern, im Deutschen sehr selten sind, indem nur nennen, heißen und in einigen Fällen auch fragen, auf diese Art gebraucht werden, (denn kosten kann noch sehr streitig gemacht werden:) so wollen einige auch lehren lieber mit der dritten Endung der Person verbinden, wenn die vierte Endung der Sache ausdrücklich dabey stehet. Jede Rettung, die ihm das Gegentheil lehret, Herd. Die Biene in ihrem Korbe bauet mit der Weisheit, die Egeria ihrem Numa nicht lehren konnte, ebend.
   Sagt Sterbliche den Sphären ihre Zahlen
   Und lehrt dem wilden Winde seinen Lauf,
   Raml. Da nun auch im gemeinen Leben, und besonders unter Ungelehrten, der Dativ in diesem Falle fast allgemein ist: so kann es seyn, daß die vierte Endung bloß nach dem Muster des Lateinischen docere eingeführet ist. Hierzu kommt, daß im Passivo wohl noch niemand gesagt hat: diese Kunst wird andere nur für Geld gelehret, sondern in der dritten Endung andern; woraus denn zu erhellen scheinet, daß diese Endung auch im Activo Statt finden müsse. Indessen ist der Accusativ, wie aus den obigen Beyspielen erhellet, schon so alt, und in Schriften nunmehr so allgemein, daß er für einen Schriftsteller beynahe zu einer verbindlichen Regel geworden ist. Der Accusativ der Sache, oder der Infinitiv des Zeitwortes, schließen die Umschreibung vermittelst einer Partikel nicht aus. Herr lehre mich, daß mein Leben ein Ziel hat, Ps. 39, 5. Lehre mich, wie ich es anfangen soll. Im gemeinen Leben begleitet es oft ein mit Unwillen verbundenes Verboth. Ich will dich schweigen lehren. Warte! ich werde dich gehen lehren.
   Das Mittelwort der vergangenen Zeit gelehrt, wird sehr häufig als ein besonderes Beywort gebraucht. S. dasselbe besonders an seinem Orte.
   2) * Figürlich für lernen. Dadurch ir die kriegshendel lert, Theuerd. Kap. 76.
   Wollt ir dann noch mer leren pas
   Die schwein zu stechen zu roß,
   Theuerd. Kap. 41. In der reinen und anständigen Schreibart ist diese Bedeutung nunmehr veraltet, ob sie gleich im gemeinen Leben noch häufig genug vorkommt, jemanden zeichnen lehren; so wie lernen eben daselbst sehr oft für lehren gesetzt wird. Der heutige Unterschied zwischen lehren und lernen scheinet auch nur bloß durch den Gebrauch eingeführet, und in der Bildung beyder Wörter nicht gegründet zu seyn; S. Adelung Lernen. Über dieß bedeuten das Nieders. leeren, das Angels. laeran, das Schwed. lära und Dän. läre, so wie das Franz. apprendre, so wohl lehren als lernen; in welcher zwiefachen Bedeutung, wovon die eine der andern entgegen gesetzt zu seyn scheinet, es mit borgen, lehnen, leihen u. a. m. überein kommt. Diese Zweydeutigkeit hat sich noch in verschiedenen Zusammensetzungen erhalten; z. B. Lehrbrief, gelehrig, Lehrbegierde u. s. f. wo es für lern stehet.
 
Artikelverweis Der
Lehrer, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Lehrerinn, eine Person, welche andere lehret, d. i. ihnen Fertigkeit, Begriffe und Erkenntniß beybringet. Besonders so fern sie eine öffentliche Verbindlichkeit und Befugniß dazu hat. Lehrer in Schulen. Ein Lehrer der Weltweisheit, der Rechte u. s. f. auf Universitäten. In der engsten Bedeutung führen die zur Verrichtung des öffentlichen Gottesdienstes und dem damit verbundenen Unterrichte bestellten Personen den Nahmen der Lehrer.
   Schon bey dem Kero Lerar, bey dem Stryker Lerere.
 
Artikelverweis 
Das Lehrêssen, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Lehrbraten.
 
Artikelverweis 
Die Lehrfrau, plur. die -en, S. Adelung Lehrherr.

 

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