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Léhnschnur bis Lehrbogen (Bd. 2, Sp. 1983 bis 1984)
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Artikelverweis Die Léhnschnur, plur. die -schnüre, bey den Buchdruckern, die Schnur, woran sich das Rähmchen am Deckel der Druckpresse lehnet, und welche am häufigsten der Anschlag oder der Immhamen genannt wird.
 
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Der Lèhnsêssel, des -s, plur. ut nom. sing. ein mit einer Rück- und Armlehne versehener Sessel; ein Lehnstuhl, Franz. Fauteuil, aus dem mittlern Lat. Faldistolium, Faltenstuhl. S. Adelung Sessel.
 
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Der Lèhnstuhl, des -es, plur. die -stühle, ein mit Lehnen versehener Stuhl, woran man nicht nur den Rücken, sondern auch die Arme und Backen lehnen kann; ein Sorgestuhl, ein Großvaterstuhl oder Großvater.
 
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Das Lehr, des -es, plur. die -e, ein nur bey verschiedenen Arbeitern und Künstlern übliches Wort, ein Maß, ein Modell zu bezeichnen. In diesem Verstande kommt es in dem Worte Kugellehr vor, S. dasselbe. Am häufigsten ist es im weiblichen Geschlechte üblich, die Lehre, S. Lehre 1.
 
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Der Lehrabschied, des -es, plur. die -e, S. Adelung Lehrbrief.
 
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Das Lehramt, des -es, plur. die -ämter. 1) Das Amt, d. i. die Verbindlichkeit und Befugniß, andere zu lehren; ohne Plural. Das gottesdienstliche Lehramt, welches auch nur das

[Bd. 2, Sp. 1984]


Lehramt schlechthin genannt wird. 2) Dasjenige äußere Verhältniß, die Stelle, Bedienung, kraft welcher man dieses Amt, oder diese Verbindlichkeit auf sich hat. In einem öffentlichen Lehramte stehen. Ein gottesdienstliches Lehramt. Ein akademisches Lehramt, eine Professur. Das Lehramt an einer Schule verwalten. Zwey Lehrämter zugleich bekleiden.
 
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Die Lēhrārt, plur. die -en, die Art und Weise, wie man andere lehret, oder unterrichtet. Eine gute Lehrart haben. In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, die Ordnung in dem Vortrage einer Lehre, oder der zu derselben gehörigen Regeln; mit einem Griechischen Kunstworte die Methode. Die synthetische, mathematische, oder zusammen setzende Lehrart, welche von den Erklärungen und Grundsätzen anfängt. Die analytische oder auflösende, welche von dem zu erweisenden Satze selbst anfängt, und bis auf die Grundsätze und Erklärungen zurück gehet. Die vermischte Lehrart, welche aus Verbindung beyder entstehet.
 
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Die Lehrbegierde, plur. inus. 1) Die Begierde andere zu lehren; in welcher Bedeutung doch dieses Wort nicht üblich ist. 2) Die Begierde gelehret zu werden, oder zu lernen, wo es für Lernbegierde gebraucht wird, und ein Überbleibsel der alten Bedeutung des Zeitwortes lehren ist, da es auch lernen bedeutete, S. dasselbe.
 
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Lehrbegierig, -er, -ste, adj. et adv. Lehrbegierde besitzend, und darin gegründet, in der zweyten Bedeutung des Hauptwortes. Ein lehrbegieriger Schüler. Daher die Lehrbegierigkeit, so wohl die Lehrbegierde zu bezeichnen, als auch in engerm Verstande, die Fertigkeit derselben.
 
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Der Lehrbegriff, des -es, plur. die -e, der ganze Umfang, und in engerer Bedeutung, ein kurzer Begriff einer Lehre, d. i. der Wahrheiten Einer Art. Besonders der ganze Umfang der Glaubenswahrheiten. Der evangelische, socinianische, Römisch- katholische Lehrbegriff, u. s. f.
 
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Der Lehrbogen, des -s, plur. die -bögen, S. Adelung Lehre 1.

 

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