Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lehmicht bis 2. Lêhne (Bd. 2, Sp. 1979 bis 1980)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis  Lehmicht, adj. et adv. dem aufgelöseten Lehme an Dicke und trüber Farbe ähnlich; im gemeinen Leben leimicht. Das Bier sieht trübe und lehmicht aus.
 
Artikelverweis 
Lehmig, adj. et adv. Lehm enthaltend. Lehmiges Wasser.
 
Artikelverweis 
Die Lehmschindel, plur. die -n, hölzerne Schindeln, mit welchen an manchen Orten die Dächer gedeckt werden, da man sie denn mit Lehm zu verschmieren pflegt.
 
Artikelverweis 
Die Lehmwand, plur. die -wände, eine Wand, deren Fachwerk mit Lehm ausgekleibet ist; eine Wellerwand. Auch eine frey stehende aus Lehm aufgeworfene Wand.
 
Artikelverweis 
Das Lehmwêrk, des -es, plur. inus. ein aus Lehm bereitetes Werk, z. B. eine Lehmwand. Ingleichen die Art mit Lehm zu arbeiten; ohne Plural.
 
Artikelverweis 
Das oder die Lehn, mit den Zusammensetzungen, S. Adelung Lehen.
 
Artikelverweis 
1. Die Lehnbank, plur. die -bänke, in einigen Gegenden, ein Nahme eines Leihhauses, S. dieses Wort.
 
Artikelverweis 
2. Die Lêhnbank, plur. die -bänke, eine mit einer Lehne versehene Bank.

[Bd. 2, Sp. 1980]



 
Artikelverweis 
Das Lêhnbrêt, des -es, plur. die -er, ein Bret, woran man sich lehnet, besonders bey den Weißgärbern, woran sie sich bey dem Abschaben der Felle mit dem Leibe lehnen.
 
Artikelverweis 
1. Lehne, (mit einem hellen e,) adj. et adv. welches nur im Landbaue Obersachsens üblich ist. Wenn der Weitzen vor völliger Reife in die Banse gelegt wird, pflegt er sich zu beseichen, oder er wird lehne. Es scheinet hier das auch im Nieders. übliche leen, löne, mager, abgezehrt, zu seyn, Angels. hleane, Engl. lean. Im Schwed. ist len weich, im Isländ. linur, und im Angels. lith, gelinde. Beyde vielleicht gehören zu dem Geschlechte der Wörter linde, lenis, -lein u. s. f.
 
Artikelverweis 
2. Lêhne, adj. et adv. in den gemeinen Sprecharten, schräge in die Höhe, mit dem Horizonte einen spitzigen Winkel machend; im Gegensatze des steil. Der Berg gehet ganz lehne, erhebt sich ganz sanft. S. 4. die Lehne.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: