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Lehensfall bis Lehenshof (Bd. 2, Sp. 1977)
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Artikelverweis Der Lehensfall, oder Lehnsfall, des -es, plur. die -fälle, derjenige Fall, da ein Lehen offen oder erlediget wird, oder zu Falle kommt, d. i. dem Lehensherren anheim fällt, es sey nun durch den Tod des Lehenherren oder des Lehenmannes. Jener wird der Oberlehensfall, dieser aber der Unterlehensfall genannt.
 
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Der Lehensfêhler, oder Lehnsfêhler, des -s, plur. ut nom. sing. ein Fehler, welchen ein Lehenmann wider seine dem Lehenherren schuldige Plicht begehet, besonders, wenn derselbe den Verlust des Lehens nach sich ziehet; mit einem ausländischen Worte die Felonie.
 
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Die Lêhensfolge, plur. die -n. 1) Die Folge oder Erbfolge in dem Besitz eines Lehens. So hat z. B. der älteste Sohn die Lehensfolge in das Lehen seines Vaters. 2) Die Verbindlichkeit des Lehenmannes, dem Lehenherren in gewissen Fällen über Land oder in Kriegsdienste zu folgen; ohne Plural. Auch in weiterer Bedeutung, die Verbindlichkeit, ihm in den bedungenen Fällen Folge, d. i. Gehorsam, zu leisten.
 
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Der Lehensfolger, oder Lehnsfolger, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Lehnsfolgerinn, S. Lehnserbe.
 
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Die Lehensfrau, oder Lehnsfrau, plur. die -en, siehe Lehenfrau.
 
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Die Lehensgebühr, oder Lehnsgebühr, plur. inus. oder auch die Lehnsgebühren, sing. inus. die Gebühr, oder Gebühren, welche dem Lehenherren oder dessen Beamten bey Empfangung der Lehen entrichtet werden; das Lehengeld. S. Adelung Lehenware.
 
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Die Lehensgefälle, oder Lehnsgefälle, sing. inus. alles was der Lehnsherr in den hergebrachten Fällen von seinem Lehensmanne einzunehmen hat.
 
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Das Lehensgericht, oder Lehnsgericht, des -es, plur. die -e, S. Adelung Lehenhof.
 
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Die Lehenshand, plur. car. ein größten Theils veraltetes Wort, die Lehensfolge zu bezeichnen, d. i. das Recht, in einem Lehen zu folgen. Die Lehenshand haben, lehensfähig seyn.
 
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Der Lehenshêrr, oder Lehnshêrr, S. Adelung Lehenherr.
 
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Der Lehenshof, oder Lehnshof, S. Adelung Lehenhof.

 

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