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Lehenbrief bis Lehenhäuer (Bd. 2, Sp. 1975)
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Artikelverweis Der Lehenbrief, Lehnbrief, Lehensbrief, oder Lehnsbrief, des -es, plur. die -e, der Brief, d. i. die schriftliche Urkunde, worin jemanden die Lehen über eine Sache ertheilet wird.
 
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Der Lehendienst, Lehndienst, des -es, plur. die -e, Dienste, welche der Lehnmann dem Lehnherren wegen des Lehens zu leisten hat.
 
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Lehenen, S. Adelung Lehnen.
 
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Der Lehener, oder Lehner, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Lehnerinn, in einigen Gegenden, eine Person, welche eine Sache von einer andern zu Lehen trägt. S. Adelung Afterlehner. Wenn im Braunschweigischen die Söldner gleichfalls Lehner heißen, so sollte es billig Löhner geschrieben und gesprochen werden, weil es hier einen Tagelöhner bedeutet.
 
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Das Lehenfêld, oder Lehnsfêld, des -es, plur. die -er, Felder, welche von einem andern zu Lehen getragen werden. Besonders in der vierten engsten Bedeutung, Ritterfelder, zum Unterschiede von den Bauerfeldern.
 
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Der Lēhenfischer, oder Lehnfischer, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, ein Fischer, welcher das Fischwasser und das Fischrecht von einem andern zu Lehen trägt.
 
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Die Lehenfrau, Lehnfrau, oder Lehensfrau, plur. die -en. 1) Eine Frau, so fern eine Sache bey ihr zu Lehen gehet; als das weibliche Geschlecht von Lehensherr. 2) Auch eine Frau, welche eine Sache von einem andern zu Lehen trägt; als das weibliche Geschlecht von Lehenmann oder Lehensmann.
 
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Das Lehengêld, Lehngêld, Lehensgêld, oder Lehnsgêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, dasjenige Geld, welches dem Lehensherren für oder bey der Belehnung zur Erkenntniß seines obern Eigenthumsrechtes entrichtet wird. S. Adelung Lehenware.
 
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Das Lehengut, oder Lehngut, des -es, plur. die -güter, ein Land- oder Feldgut, welches ein Lehen eines andern ist; zum Unterschiede von einem Allodialgute, Erbgute oder eigenthümlichen Gute.
 
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Lehenhaft, oder Lehnhaft, adj. et adv. die Eigenschaft eines Lehens habend; lehenbar. Ein lehenhaftes Gut. Ingleichen zum Lehen gehörig, in dem Lehen gegründet, wofür im Niedersächsischen und einigen andern Gegenden das ungebräuchlichere lehnisch üblich ist.
 
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Der Lehenhäuer oder Lehnhäuer, des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, Bergleute, welche eine Zeche von den Gewerken auf Gewinn und Verlust zu bauen übernehmen; zum Unterschiede von den Lohnhäuern oder Herrenarbeitern. Vielleicht, weil sie die Zeche von den Gewerken gleichsam als ein Afterlehen bekommen.

 

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