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Lehenbar bis Lehengut (Bd. 2, Sp. 1974 bis 1975)
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Artikelverweis  Lehenbar, oder Lehnbar, adj. et adv. 1) Der Lehen oder Belehnung fähig. Nach dem Schwabenspiegel wird ein Kind im dreyzehenten Jahre lehenbar. 2) Die Eigenschaft eines Lehens habend. Ein lehnbares Gut. S. Adelung Lehenhaft. 3) In engerer Bedeutung, einem Fürsten lehenbar seyn, dessen Lehen oder Lehensmann seyn, bey ihm zu Lehen gehen.
 
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Der Lehenbauer, oder Lehnbauer, des -n, plur. die -n, ein Bauer, welcher sein Gut von einem andern zu Lehen hat.

[Bd. 2, Sp. 1975]



 
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Der Lehenbrief, Lehnbrief, Lehensbrief, oder Lehnsbrief, des -es, plur. die -e, der Brief, d. i. die schriftliche Urkunde, worin jemanden die Lehen über eine Sache ertheilet wird.
 
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Der Lehendienst, Lehndienst, des -es, plur. die -e, Dienste, welche der Lehnmann dem Lehnherren wegen des Lehens zu leisten hat.
 
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Lehenen, S. Adelung Lehnen.
 
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Der Lehener, oder Lehner, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Lehnerinn, in einigen Gegenden, eine Person, welche eine Sache von einer andern zu Lehen trägt. S. Adelung Afterlehner. Wenn im Braunschweigischen die Söldner gleichfalls Lehner heißen, so sollte es billig Löhner geschrieben und gesprochen werden, weil es hier einen Tagelöhner bedeutet.
 
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Das Lehenfêld, oder Lehnsfêld, des -es, plur. die -er, Felder, welche von einem andern zu Lehen getragen werden. Besonders in der vierten engsten Bedeutung, Ritterfelder, zum Unterschiede von den Bauerfeldern.
 
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Der Lēhenfischer, oder Lehnfischer, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, ein Fischer, welcher das Fischwasser und das Fischrecht von einem andern zu Lehen trägt.
 
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Die Lehenfrau, Lehnfrau, oder Lehensfrau, plur. die -en. 1) Eine Frau, so fern eine Sache bey ihr zu Lehen gehet; als das weibliche Geschlecht von Lehensherr. 2) Auch eine Frau, welche eine Sache von einem andern zu Lehen trägt; als das weibliche Geschlecht von Lehenmann oder Lehensmann.
 
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Das Lehengêld, Lehngêld, Lehensgêld, oder Lehnsgêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, dasjenige Geld, welches dem Lehensherren für oder bey der Belehnung zur Erkenntniß seines obern Eigenthumsrechtes entrichtet wird. S. Adelung Lehenware.
 
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Das Lehengut, oder Lehngut, des -es, plur. die -güter, ein Land- oder Feldgut, welches ein Lehen eines andern ist; zum Unterschiede von einem Allodialgute, Erbgute oder eigenthümlichen Gute.

 

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