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Lêberkrankheit bis Lêberwurm (Bd. 2, Sp. 1959 bis 1960)
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Artikelverweis Die Lêberkrankheit, plur. die -en, eine jede Krankheit, d. i. unnatürlicher Zustand, der Leber in den thierischen Körpern;

[Bd. 2, Sp. 1960]


Morbus hepaticus. In engerer Bedeutung führet die Entzündung der Leber, Hepatitis, diesen Nahmen.
 
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Das Lêberkraut, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -kräuter, ein Nahme verschiedener Pflanzen, welche in Leberkrankheiten, besonders aber in Verstopfung derselben, von vorzüglicher Wirkung seyn sollen. 1) Der Agrimone, Agrimonia L. S. Adelung Leberklette. 2) Des Einblattes, Parnassia palustris L. S. Leberblume. 3) Einer Art der Anemone, deren Blume mit drey Blättern versehen ist, welche das Ansehen eines Kelches haben; Anemone Hepatica oder Hepatica officinarum L. Edles Leberkraut, Güldenklee. 4) Des Waldmeisters, Marchantia polymorpha L. welches eine Art Moses ist, und auch Lebermos und Steinleberkraut genannt wird, weil es sich häufig an die Steine anhänget. Und vielleicht noch andere Arten mehr.
 
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Das Lêbermittel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Arzeneymittel wider Krankheiten der Leber.
 
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Das Lêbermos, des -es, plur. inus. S. Adelung Leberkraut 4.
 
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Lêbern, verb. reg. act. et reciproc. welches im gemeinen Leben einiger Gegenden für laben und liefern oder geliefern üblich ist. Sich lebern, gerinnen. Geleberte Milch, gelabte, oder geronnene. S. Adelung Lab, Leber 1. und Geliefern.
 
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Die Lêberraute, plur. inus. eine Art des Farrenkrautes, welchem man vermuthlich ehedem auch besondere Wirkungen in Leberkrankheiten zutrauete; Osmunda lunaria, Mondraute.
 
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Der Lêberreim, des -es, plur. die -e, eine unwitzige Art der Scherzgedichte, welche ehedem bey feyerlichen Mahlzeiten sehr üblich waren, und welche bey Gelegenheit der Hechtleber auf die jedesmahligen Umstände gemacht wurden.
 
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Der Lêberschlag, des -es, plur. inus. S. Adelung Lebererz.
 
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Der Lêberstein, des -es, plur. die -e, in der Mineralogie, ein mit einem brennbaren Wesen und der Vitriolsäure vermischter Kalkstein, welcher wie Schwefelleber riecht.
 
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Der Lêberthran, des -es, plur. inus. Thran, welcher aus den Lebern gewisser großen Seethiere bereitet, und weil er aus Bergen in Norwegen zu uns kommt, auch Berger Thran genannt wird; zum Unterschiede von dem Speckthrane und Robbenthrane.
 
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Der Lêberwurm, des -es, plur. die -würmer, eine Art langer und flacher Würmer, welche am Ende und Bauche eine Öffnung haben, und sich in den Eingeweiden, besonders aber in der Leber der Thiere aufhalten; Fasciola lumbricus latus.

 

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