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Lêberbrand bis Lêberklètte (Bd. 2, Sp. 1959)
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Artikelverweis Der Lêberbrand, des -es, plur. inus. eine Krankheit so wohl der Schafe als des Rindviehes, welcher die innern Theile, besonders aber Lunge und Leber angreift; der weiße Brand, zum Unterschiede von dem äußern oder schwarzen. Bey dem Rindviehe wird dieser innere Brand gemeiniglich der Herzbrand genannt; derjenige Brand aber, welchen man daselbst mit dem Nahmen des Leberbrandes belegt, ist eigentlich eine Entzündung der Säfte zwischen Fell und Fleisch.
 
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Lêberbraun, adj. et adv. der lichten, braunen, ein wenig in das Graue fallenden Farbe der Leber gleich; leberfarben, leberfarbig. Im Oberdeutschen ist der Leberbraune eine Art süßer Weintrauben von leberbrauner Farbe, welche auch Ruhländer, in Sachsen aber der Kleinbraune genannt wird.
 
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Das Lêberêrz, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, im Bergbaue, 1) ein bräunliches, leberfarbenes Federerz, S. Adelung Federerz. 2) Ein leberfarbenes, zuweilen gelbliches Kupfererz, welches sehr reichhaltig ist, und oft gewachsenes Kupfer enthält. In einigen Kupfergruben wird auch ein röthlicher Eisenstein Lebererz oder Leberschlag genannt. 3) Ein leberfarbenes Quecksilbererz zu Idria, welches auf 80 Pfund Quecksilber im Zentner hält.
 
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Die Lêberfarbe, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, eine lichtbraune Farbe, welche der gewöhnlichen Farbe der Leber gleicht, S. Adelung Leberbraun. Daher die Bey- und Nebenwörter leberfarben und leberfarbig, diese Farbe habend, leberbraun.
 
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Der Lêberflêcken, des -s, plur. ut nom. sing. ein leberfarbener oder leberbrauner Flecken. Besonders pflegt man breite Flecken dieser Art, welche zuweilen auf der äußern Haut so wohl im Gesichte, als auf der Brust, den Armen und den Händen zum Vorscheine kommen, und ehedem einer Erhitzung der Leber zugeschrieben wurden, Leberflecken zu nennen.
 
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Der Lberflúß, des -sses, plur. doch nur von mehrern Arten, die -flüsse, eine aus der Verstopfung der Leber herrührende Art des Bauchflusses, wo Blut mit andern Unreinigkeiten von verschiedener Farbe abgehet, womit aber doch kein Stuhlzwang, wie in der Ruhr, verbunden ist.
 
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Der Lêberfuchs, des -es, plur. die -füchse, ein Fuchs, d. i. röthliches Pferd, dessen Haare in die Leberfarbe fallen.
 
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Der Lêbergang, des -es, plur. die -gänge, in der Anatomie, ein jeder Gang oder Canal, welcher nach und von der Leber führet. In engerer Bedeutung ist es ein Gallengang, welcher die Galle aus der Leber in den Zwölffingerdarm führet, zum Unterschiede von dem Blasengange und gemeinen Gange; Ductus hepaticus.
 
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Der Lêberkies, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, im Bergbaue einiger Gegenden, ein bräunlicher, leberfarbener Kupferkies.
 
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Der Lêberklee, des -s, plur. inus. eine Art des gemeinen Klees, welche ein zaseriges Wintergewächs ist, und den Nahmen vermuthlich wegen der leberbraunen Blumen hat.
 
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Die Lêberklètte, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme der Agrimone, wegen ihrer guten Wirkung in den Verstopfungen der Leber. S. Adelung Agrimone.

 

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