Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Lêbensbalsam bis Lêbensmittel (Bd. 2, Sp. 1957)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Lêbensbalsam, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein künstlicher Balsam, welcher eine schnelle und sehr merkliche Wirkung auf die Nerven oder Lebensgeister hat, und aus wohl riechenden und stärkenden Öhlen verfertiget wird.
 
Artikelverweis 
Der Lêbensbaum, des -es, plur. die -bäume, ein immer grüner harziger Baum, wovon die eine Art in China die andere aber in Canada und Sibirien einheimisch ist; Thuja L. Das Holz dieses Baumes soll unter allen Holzarten der Fäulniß unter freyem Himmel am längsten widerstehen, daher auch der Baum seinen Deutschen Nahmen erhalten hat. Von andern wird er wilder Öhlbaum und Amerikanischer Cedernbaum genannt.
 
Artikelverweis 
Die Lêbensbeschreibung, plur. die -en, die Beschreibung des Lebens einer einzelnen Person; die Lebensgeschichte, das Leben.
 
Artikelverweis 
Der Lêbensfaden, des -s, plur. die -fäden, eine figürliche, nur in der höhern Schreibart übliche Benennung des Lebens in Ansehung seiner Dauer. Die Gewohnheit sich das menschliche Leben als ein Gewebe vorzustellen, dessen Faden der Werkmeister abschneidet, wenn wir sterben, ist sehr alt, und findet sich lange vor der Griechischen und Römischen Mythologie bey den Morgenländern.
 
Artikelverweis 
Die Lêbensflamme, plur. inus. bey einigen ältern Ärzten, ein Feuer höherer Art, welches sich in dem Herzen des Menschen befinden, und die wirkende Ursache der Verfertigung des Blutes und folglich auch der Lebenskraft seyn soll. Figürlich in der höhern Schreibart auch wohl das Leben, so fern es den Grund der eigenen Veränderungen bezeichnet.
 
Artikelverweis 
Die Lêbensgefahr, plur. die -en, die Gefahr, nahe Möglichkeit, das Leben zu verlieren. In Lebensgefahr gerathen.
 
Artikelverweis 
Die Lêbensgeister, sing. inus. eine höchst feine flüssige Materie, welche in dem Gehirn erzeugt wird, und sich vermittelst der Nerven durch den ganzen Leib vertheilet, um ihm Empfindung und Bewegung zu ertheilen; der Nervensaft, so fern derselbe von einigen mit diesen Lebensgeistern für einerley gehalten wird.
 
Artikelverweis 
Die Lêbensgeschichte, plur. die -n, S. Adelung Lebensbeschreibung.
 
Artikelverweis 
Lêbenslang, adv. so lange man lebt, so lange das Leben dauert. Das werde ich lebenslang nicht vergessen.
 
Artikelverweis 
Der Lêbenslauf, plur. die -läufe. 1) Das Leben unter dem Bilde eines Laufes betrachtet; ohne Plural. Seinen Lebenslauf vollenden, sterben. 2) Die Beschreibung des Lebens einer einzelnen Person; die Lebensbeschreibung, die Lebensgeschichte, das Leben.
 
Artikelverweis 
Das Lêbensmittel, des -s, noch mehr aber im Plural, ut nom. sing. Körper, welche zum Unterhalte des natürlichen menschlichen Lebens dienen; Nahrungsmittel, im Schwabensp. Lipnar. Die Lebensmittel werden theuer, wenn Brot, Fleisch, Gemüse u. s. f. theuer werden. Einer Armee die Lebensmittel abschneiden, die Zufuhre derselben. Von den Nahrungsmitteln für Thiere ist dieses Wort nicht üblich.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: