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Lāuftūch bis 1. Laugen (Bd. 2, Sp. 1938 bis 1939)
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Artikelverweis Das Lāuftūch, des -es, plur. die -tǖcher, bey den Jägern, ein beweglicher Vorhang mit Ringen, zwischen der Kammer und dem Laufe, welcher geschwinde auf- und zugezogen werden kann; das Rolltuch, Quertuch.
 
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Der Laufwagen, des -s, plur. die -wägen, ein Gestell, worin die Kinder laufen, d. i. gehen lernen. Die Laufbank, der Gängelwagen, der Rollwagen.
 
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Der Laufzaum, S. Adelung Laufband.
 
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Der Laufzêhnte, des -n, plur. die -n, in einigen Gegenden, der Zehnte von den an der Zehntgränze gelegenen Äckern, wo die Felder zweyer Zehntherren zusammen stoßen, weil er demjenigen Zehntmahler entrichtet wird, der ihn am ersten erlaufen, d. i. eingefordert hat.
 
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Die Laufzeit, plur. die -en, diejenige Zeit, da gewisse Thiere, besonders aber die Bären, Dachse und Hunde zu laufen, d. i. sich zu begatten, pflegen.
 
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Das Laufziel, des -es, plur. die -e, ein Ziel, nach welchem man läuft.
 
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Der Laufzirkel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Zirkel der Windenmacher, dessen Schenkel rechtwinkelig gegen einander gebogen sind, die Gleichheit eines Rades damit zu erforschen.

[Bd. 2, Sp. 1939]



 
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Läugbar, adj. et adv. was geläugnet werden kann; doch nur in dem Gegensatze unläugbar. Es ist nicht von unserm heutigen läugnen, sondern von dessen veralteten Stammworte laugen gebildet.
 
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1. Die Lauge, plur. die -n, eine Art Weißfische, im Oberdeutschen, wo der Nahme auch in Laue, Laugele, Lauck u. s. f. verderbt wird. Er wird auch Digüne genannt, und scheint der Cyprinus Alburnus L. zu seyn, der im Französ. Vandeise oder Dard heißt. Alsdann würde es eben der Fisch seyn, welcher in andern Gegenden Blüthe, Blicke, Ukeley und Ochelbeze genannt wird. Frisch vermuthet nicht ohne Grund, daß der Nahme Lauge mit dem Griech. λευκος, weiß, verwandt ist, indem diese Fische von einigen auch Leucisci genannt werden, und wirklich zu den im gemeinen Leben so genannten Weißfischen gehören.
 
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2. Die Lauge, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -n, ein mit einem vegetabilischen Salze versetztes und dadurch scharf gemachtes Wasser, dergleichen dasjenige Wasser ist, welches eine Zeit lang auf Asche gestanden, und das darin befindliche Salz aufgelöset hat. Lauge machen. Eine Lauge ansetzen, Wasser auf Asche gießen. Die Wäsche in Lauge einweichen, aus der Lauge waschen. Die Seifensiederlauge, welche aus Holzasche und Kalk verfertiget wird. Kalklauge, Wasser, welches die in dem Kalke befindlichen Salztheilchen in sich genommen hat.
   Anm. Im Nieders. Loge, im Engl. Lie, im Angels. Laeg, Leah, im Pohln. Lug, im Böhm. Lauch, im Ungar. Luugh. Andere Sprachen haben statt des Gaumenlautes ein t, wie das Dän. Lud, Schwed. Lut, das Bretagnische Lludw, Llutrod, und noch andere einen Zischlaut, wie das Wallisische Llufw, das Lat. Lixivium, das Ital. Liscia, das Franz. Lessive, und das Span. Lexia. Alle in der heutigen Bedeutung des Deutschen Lauge. Ihre hält das Wallis. Lludw und Bretagnische Ludu, Asche, für das Stammwort, weil doch die Lauge gemeiniglich aus Asche gemacht wird. Allein der Begriff des Waschens, Lat. lavare, und in weiterer Bedeutung eines jeden flüssigen Körpers, ist wohl unstreitig in diesem Worte der herrschende. Im Schwed. ist löga noch jetzt waschen, und Löga ein Bad, eben daselbst aber Lag und Isländ. Laugr ein flüssiger Körper. Im Deutschen nennet man den Urin im Scherze Kammerlauge, und in einigen Gegenden wird das Löschwasser der Schmiede Schmiedelauge, das Seifenwasser aber, worin etwas gewaschen worden, Laugter genannt. S. 2. Lache, Flauen, und das folgende Zeitwort Laugen.
 
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1. Laugen, verb. reg. act. von dem vorigen Hauptworte. 1) In Lauge einweichen. Die Wäsche laugen oder einlaugen, welches im Oberd. laugnen, läugnen, an andern Orten aber beuchen genannt wird. 2) Vermittelst warmen Wassers gewisser auflöslicher Theile berauben. Das Salz aus der Asche, den Alaun aus dem Schiefer laugen. S. auch Auslaugen.

 

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