Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Laufstock bis 1. Die Lauge (Bd. 2, Sp. 1938 bis 1939)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Laufstock, des -es, plur. die -stöcke, ein hölzernes Lineal an einem Seidenhaspel, welches an einem Ende in dem Laufrädchen steckt, am andern aber beweglich ist, und das über einander Laufen der Fäden auf dem Haspel verhindert; der Tegen, Franz. Vavient.
 
Artikelverweis 
Der Lauft, des -es, plur. die Läufte, S. Adelung Lauf. Schon Notker gebraucht für Lauf Loufte.
 
Artikelverweis 
Das Lāuftūch, des -es, plur. die -tǖcher, bey den Jägern, ein beweglicher Vorhang mit Ringen, zwischen der Kammer und dem Laufe, welcher geschwinde auf- und zugezogen werden kann; das Rolltuch, Quertuch.
 
Artikelverweis 
Der Laufwagen, des -s, plur. die -wägen, ein Gestell, worin die Kinder laufen, d. i. gehen lernen. Die Laufbank, der Gängelwagen, der Rollwagen.
 
Artikelverweis 
Der Laufzaum, S. Adelung Laufband.
 
Artikelverweis 
Der Laufzêhnte, des -n, plur. die -n, in einigen Gegenden, der Zehnte von den an der Zehntgränze gelegenen Äckern, wo die Felder zweyer Zehntherren zusammen stoßen, weil er demjenigen Zehntmahler entrichtet wird, der ihn am ersten erlaufen, d. i. eingefordert hat.
 
Artikelverweis 
Die Laufzeit, plur. die -en, diejenige Zeit, da gewisse Thiere, besonders aber die Bären, Dachse und Hunde zu laufen, d. i. sich zu begatten, pflegen.
 
Artikelverweis 
Das Laufziel, des -es, plur. die -e, ein Ziel, nach welchem man läuft.
 
Artikelverweis 
Der Laufzirkel, des -s, plur. ut nom. sing. ein Zirkel der Windenmacher, dessen Schenkel rechtwinkelig gegen einander gebogen sind, die Gleichheit eines Rades damit zu erforschen.

[Bd. 2, Sp. 1939]



 
Artikelverweis 
Läugbar, adj. et adv. was geläugnet werden kann; doch nur in dem Gegensatze unläugbar. Es ist nicht von unserm heutigen läugnen, sondern von dessen veralteten Stammworte laugen gebildet.
 
Artikelverweis 
1. Die Lauge, plur. die -n, eine Art Weißfische, im Oberdeutschen, wo der Nahme auch in Laue, Laugele, Lauck u. s. f. verderbt wird. Er wird auch Digüne genannt, und scheint der Cyprinus Alburnus L. zu seyn, der im Französ. Vandeise oder Dard heißt. Alsdann würde es eben der Fisch seyn, welcher in andern Gegenden Blüthe, Blicke, Ukeley und Ochelbeze genannt wird. Frisch vermuthet nicht ohne Grund, daß der Nahme Lauge mit dem Griech. λευκος, weiß, verwandt ist, indem diese Fische von einigen auch Leucisci genannt werden, und wirklich zu den im gemeinen Leben so genannten Weißfischen gehören.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: