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Läuferplatz bis Läufig (Bd. 2, Sp. 1936 bis 1937)
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Artikelverweis Der Läuferplatz, des -es, plur. die -plätze, bey den Vogelstellern, derjenige Platz auf dem Vogelherde, auf welchem die Läufer oder Läufervögel zum Herumlaufen angestellt sind.
 
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Der Läufervogel, des -s, plur. die -vögel, eben daselbst, ein auf dem Vogelherde zum Herumlaufen angefesselter Lockvogel; ein Läufer.
 
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Der Läuferzug, des -es, plur. die -züge, eben daselbst, zarte lederne Riemchen, welche den Lockvögeln um den Leib geleget werden, sie daran zu befestigen oder anzuläufern.
 
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Der Lauffaden, des -s, plur. die -fäden, bey den Jägern, ein Faden, an welchem sich das Ingarn oder der Busen eines spiegeligen Garnes hin und wieder ziehen lässet.
 
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Das Lauffeuer, des -s, plur. ut nom. sing. in einer langen Reihe gestreuetes Schießpulver, eine Mine oder andere Ladung damit anzuzünden, weil das Feuer diese Reihe in der Geschwindigkeit gleichsam durchläuft. Auch diejenige Art zu

[Bd. 2, Sp. 1937]


feuern bey den Soldaten, wo ein Gewehr in der Geschwindigkeit nach dem andern abgefeuert wird, ein Lauffeuer genannt.
 
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Der Lāuffūß, des -es, plur. die -füße, Füße, welche zum Laufen dienen, besonders bey den Insecten; zum Unterschiede von den Scheren, den Schwimmfüßen und Springfüßen.
 
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Das Laufgêld, des -es, plur. inus. bey einigen Handwerkern und Künstlern, das Reisegeld, welches der Herr oder Meister einem von einem andern Orte her verschriebenen Gesellen vergütet. In einigen Gegenden wird auch das Handgeld oder Werbegeld, welches man einem angeworbenen Soldaten gibt, um eben dieser Ursache willen das Laufgeld genannt.
 
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Das Laufgerüst, des -es, plur. die -e, in der Baukunst, eine breterne Brücke, vermittelst welcher man auf das Baugerüst gelangt; in dem Hüttenbaue die Laufbrücke.
 
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Der Laufgraben, des -s, plur. die -gräben, in der Kriegsbaukunst, ein Graben mit einer Brustwehre, welchen die Belagerer auf einen belagerten Ort zu führen, um sich demselben ohne Gefahr zu nähern; vermuthlich weil solche Gräben bey dem Sturmlaufen vorzüglich nützlich sind. Franz. les Approches, Tranchées. Es ist im Plural am üblichsten, weil gemeiniglich mehrere geführet werden.
 
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Der Laufhund, des -es, plur. die-e, eine Art starker Hunde, welche ein Wild so lange verfolgen, bis es ermüdet und endlich von den nacheilenden Jägern erleget wird. Sie werden am häufigsten mit einem Französischen Ausdrucke Parforce-Hunde genannt.
 
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Läufig, -er, -ste, adj. et adv. von dem Zeitworte laufen. 1) Einen gewissen Lauf habend, doch nur in den Zusammensetzungen geradläufig, krummläufig, rechtläufig, weitläufig, beyläufig u. s. f. 2) Von Thieren, besonders aber von Hunden, wenn sie den Trieb zur Begattung empfinden und äußern, sagt man sie seyen läufig, und in den niedrigen Sprecharten läufisch. Beyde gebraucht man im verächtlichen Verstande auch wohl von Menschen. Nieders. löpsk, S. Adelung Laufen 2. 3) Im gemeinen Leben auch für geläufig, S. dasselbe.

 

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